Reaktion des Verbandes BWE auf Atomkatastrophe in Fukushima

Zu den aktuellen Entwicklungen der deutschen Energiepolitik und zur Regierungserklärung der Bundeskanzlerin erklärt der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers:

18. März 2011

»Wenn die Bundeskanzlerin jetzt erklärt, dass sie den Ausbau der Erneuerbaren forcieren will, dann muss sie ihren Worten auch Taten folgen lassen. Dazu gehört, dass die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen mit den großen Energieversorgern besprochen wird, sondern dass die Kanzlerin auch die Verbände der mittelständischen Erneuerbaren Energien Branchen an den Tisch holt. Denn diese repräsentieren rund 90 Prozent der Investitionen in Deutschland. Der BWE hat in der Vergangenheit immer wieder betont: Im Jahr 2020 kann bereits jede zweite Kilowattstunde erzeugten Stroms aus regenerativen Energiequellen kommen. Den Löwenanteil trägt dazu die Windenergie Onshore bei.

Dazu muss von der Regierung jetzt allerdings ein klares Signal kommen, wie die anstehende EEG-Novelle aussehen wird. Zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist neben den Rahmenbedingungen des EEG und des EnWG die Beseitigung administrativer Hemmnisse wie z. B. Höhenbegrenzungen das Gebot der Stunde.

Ein klares Statement der Bundesregierung ist gerade jetzt wichtig, weil derzeit die Banken Projekte wegen der anstehenden EEG-Novelle für das Jahr 2012 nicht mehr finanzieren. Nur so kann hier ein Fadenriss vermieden werden.

Wir bieten der Politik nach wie vor an, Maßnahmen zu besprechen, die den Ausbau der Windenergie zügig vorantreiben. Denn eines ist klar: Die Erneuerbaren Energien können die Kernenergie im politischen Auftrag ersetzen.«