Rechnung per Internet

Electronic Bill Presentment and Payment (EBPP)

Personalisierte Inhalte sollen die Akzeptanz durch Kunden steigern, welche die Homepage des Kärntner Energieversorgers Kelag besuchen. Lösungen des ASP-Anbieters billbyclick stellen dabei ein wichtiges Instrument dar. Mit der Software lassen sich Zählerstände im Internet erfassen oder Rechnungen online darstellen. Die Kelag erhofft sich von dem realisierten Self Service ein hohes Kostensenkungspotenzial.

14. Februar 2003

Die Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, kurz Kelag, läutet ein neues Kundenservice-Zeitalter ein: Ein personenbezogenes Informationsmanagement soll die Zufriedenheit der Energiekunden steigern. Diese Strategie setzt die Kelag mit einer Electronic-Bill-Presentment-(EBP-)Lösung der billbyclick AG Internet Solutions um. Als eines der ersten europäischen Energieversorgungsunternehmen präsentiert die Kelag ihren Kunden Rechnungen im Internet. Dieser Service, gewinnt durch zusätzliche Funktionen von billbyclick an Attraktivität.

Billbyclick ermöglicht den Kunden der Kelag zum Beispiel, den aktuellen Zählerstand zu definierten Zeitpunkten in der EBP-Applikation zu erfassen. Die Software überprüft die Plausibilität der Daten. Vorteil für die Kelag: Wenn Kunden ihren Zählerstand elektronisch bekannt geben, fallen geringere Kosten an als bei der Ablesung vor Ort. Und die Daten können ohne zusätzlichen Aufwand weiterverarbeitet werden. „Wir wollen unsere Prozesse möglichst standardisieren. Durch weiteres Reduzieren der manuellen Bearbeitung von Zählerstandsdaten können wir Ressourcen einsparen“, sagt Kelag-Vorstand Dkfm. Hans-Joachim Jung. Für die Kunden bedeutet dies eine einfache und rasche Abwicklung der Energieabrechnung.

Integriert wird das personenbezogene Informationsmanagement in die Kundenzone der Kelag-Homepage (www.kelag.at). An einer Verknüpfung des Informationsmanagement mit Applikationen anderer Anbieter, zum Beispiel einem Customer Relationship Management, wird gearbeitet. Angeboten werden die Services den Kunden, die sich für das Servicepaket „Active“ entschieden haben. Diese Kunden bekommen alle wesentlichen Informationen per E-Mail. Wer sich einmal angemeldet hat, wird beispielsweise per E-Mail aufgefordert, seinen Zählerstand bekannt zu geben. Zudem bekommt er eine Information, wenn seine neue Rechnung online verfügbar ist.

Horst Mühlbacher, Leiter Billing Kelag: „Wir sehen in der Verknüpfung von neuen Technologien mit einfach nutzbaren Distributionskanälen und Rechnungen eine spannende Herausforderung. Besonders wichtig ist uns, dass sich der Kunde ganz einfach zurechtfinden kann. Wenn die Kunden diesen Service annehmen, werden wir ihn Schritt für Schritt ausweiten.“

Das Modell der Rechnungspräsentation über die Homepage heißt „Biller Direct“. Die Kelag greift für den Betrieb auf die Application-Service-Provider-Infrastruktur von billbyclick zu. Auf deren Server erfolgt das Aufbereiten und Präsentieren der Online-Rechnungen. Billbyclick erstellt diese Daten im Namen der Kelag für die Kunden. „Es war eine Herausforderung, auch komplexe Rechnungen mit viel Information möglichst schnell zu analysieren sowie strukturiert und performant abzulegen. Nachdem uns das gelungen ist, können wir den Kunden auch elektronisch Auswertungen ihres Verbrauches und der Kosten bereitstellen“, sagt Michael Raunegger, Vorstand der billbyclick AG.

Die Web-Applikation ist verantwortlich für die Identifikation und Authentifizierung der Benutzer sowie die Präsentation der Rechnungsdaten und Customer Service Representatives (CSR) über einen Standard-Web-Browser. Die Sicherheitsfunktionen der Applikation umfassen das Verschlüsseln der Datenübertragung und die Passwort-Verwaltung. Abgerundet wird die Sicherheit des Systems durch Session-Management- und Tracking-Funktionen. Das System bietet zudem die Möglichkeit zur Integration von PKI-Systemen und starker Authentifizierung , zum Beispiel durch Smartcards.

Für die Webpräsentation setzt billbyclick auf dynamische Inhalte, die über Java Server Pages und Java APIs aus einer Datenbank generiert werden. Das ermöglicht einen hohen Personalisierungsgrad. Die Daten werden als XML-Objekte in so genannten Binary Large Objects (BLOB) in der relationalen Datenbank abgelegt.

„Aufgrund von Gesprächen mit unseren Kunden glauben wir, sie nur mit einem Service zufrieden stellen zu können, der ohne Verzögerung und Wartezeiten die gewünschte Information liefert. Dass die Lösung auch bei den weltweit größten Unternehmen in verschiedenen vertikalen Märkten eingesetzt wird, hat zur Entscheidung wesentlich beigetragen“, so Dkfm. Jung zu der Entscheidung. „Billbyclick hat uns mit ihrem Know-how und dem verfügbaren ASP-Modell überzeugt. Wir sind sicher, dass EBP und die zusätzlichen Möglichkeiten einen zukunftsorientierten Service darstellen, der Kosten spart und den Servicegrad erhöht.“

Erschienen in Ausgabe: 10/2002