Regulierung sorgt weiter für Auslastung

Umfrage unter Edna-Mitgliedern: Nachfrage steigt weiter

15. März 2010

Immer neue Anforderungen durch Anreizregulierung, Marktkommunikation oder Unbundling: Die Dienstleister und Software-Zulieferer der Energiewirtschaft haben vom Krisenjahr 2009 nur wenig gespürt. Das ergab eine Trendumfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Edna-Initiative. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2008 um durchschnittlich 18,4 %, der Auftragseingang verbesserte sich um 22 %. Diese zunehmende Nachfrage führte bei fast allen befragten Unternehmen auch zu einem steigenden Personalstand: 89 % stellten im vergangenen Jahr neue Mitarbeiter ein. „Die Zahlen belegen, dass sowohl die Software-Hersteller als auch die Dienstleister durch die meist regulierungsgetriebenen Projekte teilweise mehr als ausgelastet sind. Dies sollte beispielsweise bei der Festlegung von Terminen und Fristen weiterhin berücksichtigt werden“, fasst Rüdiger Winkler, Geschäftsführer der Edna -Initiative e.V., ein Ergebnis der Umfrage zusammen.

Neue Prozesse wie etwa MaBiS (Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom) sowie die Liberalisierung des Messwesens und der Auf- und Ausbau von Smart Metering, Smart Grids sowie der Elektromobilität sorgen nach Einschätzung der Mitglieder der Edna -Initiative für eine weitere Steigerung der Nachfrage: 78 % der befragten Unternehmen erwarten weiter eine positive Entwicklung, 22 % gehen davon aus, dass die Auftragslage gleich gut bleibt. Auch bei der Preisentwicklung herrscht bei der Mehrheit der Edna -Mitglieder Optimismus: 33 % erwarten hier eine positive und 56 % eine weiterhin konstante Entwicklung.