Reineres Rauchgas aus Sinteranlage

Sinnvolle Verwertung eisenhaltiger Reststoffe mit ePTFE-Membran
25. Juni 2001

Eine der modernsten Sinterabgas-Reinigungsanlagen der Welt rechtfertigt seit 1998 die sinnvolle Verwertung industrieller Reststoffe. Eisenhaltige Filterstäube und andere eisenhaltige Abfälle vom trockenen Staub bis zum nassen Schlamm werden nach ausgeklügelten Verfahren ökologisch und ökonomisch sinnvoll verwertet.

Um möglichst alle verwertbaren Reststoffe zurückzugewinnen, werden die angelieferten Stäube und Schlämme sorgfältig analysiert und entsprechend der Analyse vorgemischt und mit einer geringen Menge Koksgrus als Brennstoff versetzt. Die so erhaltene Mischung wird auf ein Sinterband, das einem fahrbaren Transportband gleicht, aufgegeben und entzündet. Während sich das Band fortbewegt, schmelzen durch die fortschreitende Flammenfront auch feinste Massepartikel zu größeren Teilen, dem sogenannten Sinter, zusammen.

Eine wesentliche Rolle beim ökologischen Aspekt der Anlage spielt die Abgasreinigung. Die beim Sinterprozess abgesaugte rauch- und staubhaltige Abluft wird auf konstante Temperaturen heruntergekühlt und unter Zugabe von Kalkmilch und Braunkohlenkoksstaub einer Feinreinigung unterworfen. Entstehende Reaktionsprodukte werden mit den sonstigen Feinstäuben in einem Filterhaus von den Rauchgasen abgetrennt. Auch hier wird modernste Technologie eingesetzt.

Ein ausgereifter Puls-Jet Gewebefilter und Filterschläuche aus Tetratex Glasgewebe mit „Ultra-High-Effciency“ ePTFE-Membran gewährleisten auch bei Spitzenlast konstante Druckverluste und die sichere Einhaltung der gesetzlichen Emissionsvorgaben. Die permanente Online-Überwachung der Emissionswerte zeigt seit der Inbetriebnahme gleichbleibend niedrige Reingasstaubgehalte.

Der in der Anlage erzeugte Sinter geht im Anschluss in einen Hochofen zur Eisenerzeugung. Bei der Erschmelzung von Gießereiroheisen fallen außerdem Zinkkonzentrat und Hochofenschlacke an. Nur noch 1 % der eingesetzten Reststoffe wandern auf die Deponie. Ein stichhaltiger Beweis, dass die ökonomische Wiederaufbereitung von Reststoffen durch Einsatz geeigneter Verfahren und Materialien auch ökologisch sinnvoll durchgeführt werden kann, so die Tetratec PTFE technologies Donaldson GmbH, Haltern.

Erschienen in Ausgabe: 04/2001