Rekord: 2016 Stromausfall selten wie nie

In diesem Herbst haben bereits drei Stürme für teils erhebliche Stromausfälle in Deutschland gesorgt. Voriges Jahr war dagegen ein sehr ruhiges Jahr. Das belegt die durchschnittliche Strom-Unterbrechungsdauer. 2016 fiel rechnerisch nur 11,5 Minuten pro Kunde der Strom aus. Das ist neuer Rekord.

30. Oktober 2017

2015 waren es noch 11,9 Minuten, so der VDE in einer Mitteilung.

 

Die hohe Qualität der Stromversorgung in Deutschland ist vor allem auch das Ergebnis eines steigenden Aufwands der Netzbetreiber, so der Verband in einer Mitteilung.

 

So ergreifen die Unternehmen häufiger Redispatch-Maßnahmen, das heißt sie passen die Einspeisung von Kraftwerksleistung an. Außerdem regeln sie die Einspeisung von Erneuerbare-Energien-Anlagen ab, heißt es.

 

Werden Fällen höherer Gewalt berücksichtigt, betrug die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Stromkunde im Jahr 2016 12,1 Minuten (2015: 15,3 Minuten).

 

Ereignisse höherer Gewalt waren im vergangenen Jahr vor allem die durch starke Regenfälle in Süddeutschland verursachten Hochwasser Ende Mai und Anfang Juni.

 

Die Ha?ufigkeit der Versorgungsunterbrechung pro Stromkunde lag 2016 inklusive der auf höhere Gewalt zurückgeführten Ereignisse bei 0,24 Ausfällen (2015: 0,29).

 

„Das bedeutet, dass ein Kunde durchschnittlich nur alle vier Jahre mit einem Ausfall rechnen muss“, so der VDE.

 

Xavier und die Folgen

 

Sturmtief Xavier sorgte jüngst für zahlreiche Stromausfälle bundesweit, unter anderem in Mecklenburg saßen zeitweise rund 20.000 Haushalte und Gewerbebetriebe im Dunkeln.