Ressourcen und Zeit gespart

Stadtwerke Mölln starten mit Musterstadtwerk von command
17. Mai 2001

Seit dem 1. September dieses Jahres arbeiten die Stadtwerke Mölln mit dem „Musterstadtwerk“ und sind somit der erste Anwender des Produkts, das vom Ettlinger SAP-Systemhaus command ag als Branchenlösung angeboten wird. Das voreingestellte System beruht auf der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware SAP mit IS-U/CCS- Funktionen für die Versorgungswirtschaft (Industry Specific component Utilities/Customer Care & Services). Es wurde ursprünglich von den drei Regionalen Rechenzentren Baden-Württembergs für mittelständische Energieversorger entwickelt. Der Echtstart erfolgte nach nur sechs Monaten Projektlaufzeit, obwohl die branchenspezifischen Anforderungen einen erheblich höheren Einführungsaufwand erforderten als bei einer SAP- Standardeinführung. Beschleunigen lassen sich die Einführungszeiten, weil command die für Energieversorger typischen Anpassungen schon in ihr Musterstadtwerk eingebracht haben.

„80 Prozent der Arbeit entfielen auf die Funktionen für Energieversorger“, betont Klaus Nitschke, zuständiger Projektleiter bei command. Trotzdem konnten in einem Big Bang sowohl alle betriebswirtschaftlichen Module als auch die spezifischen Funktionen für Energieversorger in allen Sparten, also Strom, Gas, Wasser und Abwasser, produktiv geschaltet werden. Zunächst werden 16 Anwender der Stadtwerke Mölln das System nutzen und 20.000 Verträge betreuen.

Zu den Besonderheiten der Branche gehört unter anderem die Unterteilung der Kundengruppen in Standardkunden, das heißt Privathaushalte, und Sondervertragskunden. Hierfür wurden verschiedene Tarifbausteine entwickelt, mit denen variabel und schnell die gewünschten Tarife gestaltet werden können. Unter anderem sind bereits Formulare, Rechnungen und Zählertypen hinterlegt, das komplexe Hausanschlusswesen ist ebenfalls abgebildet. „Dass wir mit dem Musterstadtwerk umfangreiche Voreinstellungen nutzen konnten, war für ein Unternehmen unserer Größe mit lediglich zwei EDV-Verantwortlichen eine notwendige Voraussetzung“, bestätigt Sönke Scheewe, EDV-Leiter bei den Möllner Stadtwerken.

Erschienen in Ausgabe: 12/2000