Rettenmaier & Söhne übernimmt Produktionsstandorte von German Pellets

Im Zuge der Aufspaltung der insolventen German Pellets Unternehmensgruppe übernimmt das Unternehmen Rettenmaier & Söhne mit Sitz in Rosenberg (Baden-Württemberg) die Produktionsstandorte im badischen Ettenheim und im württembergischen Herbrechtingen.

18. Mai 2016

Rettenmaier & Söhne wurde im Rahmen der Übernahme EEG-rechtlich von Rödl & Partner beraten. Für den Erfolg der Übernahme entscheidend war im Kontext der Transaktion die Klärung der Anforderungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) an die Entlastung der Pelletwerke von der EEG-Umlage, so der Berater. Rödl & Partner entwickelte für Rettenmaier & Söhne die wesentlich von den EEG-rechtlichen Aspekten bestimmte Transaktionsstruktur und begleitete die Abstimmung des Übernahmekonzepts mit der Grundsatzabteilung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die EEG-Umlageentlastung eines Pelletwerks erreicht in der Regel einen mittleren 6-stelligen Eurobetrag/Jahr. Mit der Transaktionsstruktur werden EEG-rechtliche Festlegungen für bis zu 4 Jahre getroffen. Die EEG-Entlastung ist deshalb eine der zentralen Fragen für die Ermittlung des Unternehmenskaufpreises und die Wettbewerbsfähigkeit des Sanierungskonzepts energieintensiver Unternehmen. Dabei ist die Rechtslage für die entsprechenden Übertragungsvorschriften sowohl in EEG- als auch europarechtlicher Hinsicht umstritten, so der Berater.

German Pellets war nach Eigenangaben einer der größten Pelleterzeuger mit insgesamt 4 eigenen deutschen Produktionswerken in Wismar, Ettenheim, Herbrechtingen und Torgau und weiteren Standorten in Deutschland und den USA. Die Insolvenz der German Pellets fällt in eine allgemeine Krise des deutschen Pelletmarkts, die auf den Verfall der Heizölpreise und den warmen Winter zurückgeführt wird.