Rückbauprojekt Stade erfolgreich

Areva schließt Zerlegen der Kerneinbauten ab

22. September 2009

Das Kerntechnikunternehmen Areva hat die Arbeiten zum Zerlegen und Verpacken der Reaktordruckbehälter-Einbauten im Kernkraftwerk Stade erfolgreich pünktlich zum Vertragstermin abgeschlossen. Wesentliche Projektmeilensteine während der Abwicklung vor Ort konnten mit einem terminlichen Vorlauf realisiert werden.

Anfang 2007 beauftragte der Betreiber E.on Kernkraft GmbH die Areva mit der Zerlegung und Verpackung der Einbauten des Reaktordruckbehälters (RDB) des Druckwasserreaktors Stade. Areva entwickelte daraufhin ein Gesamtkonzept, das alle Arbeitsschritte von der Zerlegung der Kerneinbauten mit einem Gesamtgewicht von 85 Tonnen bis hin zu deren endlagerfähigen Verpackung beinhaltete. Im Mai 2008 begannen die Tätigkeiten für das Areva-Team vor Ort.

Mittels ferngesteuerten, selbstentwickelten Werkzeugen und einer speziellen Wasserstrahl-Schneidtechnik (WASS) wurde der bis zu 200 mm dicke Stahl zerteilt. Zwölf Monate später waren die RDB-Einbauten zerlegt.

Gemäß ihren hohen Sicherheitsstandards maß Areva der Arbeitssicherheit und dem Schutz vor Strahlung große Bedeutung bei. Aus diesem Grund fanden alle Arbeiten unter Wasser statt. Eine detaillierte Vorplanung und die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten trugen dazu bei, die Gesamtarbeiten Ende August sicher und erfolgreich abzuschließen.

Das Kernkraftwerk Stade ging 1972 in Betrieb und wurde im November 2003 aus wirtschaftlichen Gründen abgeschaltet. Bis 2015 soll der Rückbau zur grünen Wiese abgeschlossen sein.