RWE baut in NRW erneuerbare Energien aus

RWE plant, seine Erzeugungskapazitäten in Nordrhein-Westfalen im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 stark auszubauen. Ein geographischer Schwerpunkt soll das Rheinische Braunkohlenrevier sein. Technologisch will sich das Unternehmen laut eigener Angabe vor allem auf das Wachstum in den Segmenten Windenergie und Biogas konzentrieren.

06. September 2011

»In NRW betreibt RWE Innogy rund 120 MW auf Basis der Erneuerbaren. Diesen Wert wollen wir in den kommenden drei Jahren um rund 200 MW auf dann 300 MW nahezu verdreifachen«, so Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy. Noch in diesem Jahr will man laut eigener Angabe mit dem Bau eines Windparks mit 20 MW in der Gemeinde Titz beginnen. Die zehn knapp 150m hohen Windkraftanlagen sollen im Sommer 2012 bereits Strom erzeugen. Zudem soll ein Windpark in der Gemeinde Jüchen entstehen, der aus vier Anlagen der 3-MW-Klasse besteht. Die Genehmigungen für beide Parks werden im Herbst erwartet. Der Windpark in Jüchen soll auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Garzweiler entstehen.

Zudem plane man die Errichtung einer 7,4 MW-Biogasanlage in Bergheim Paffendorf. Durch die Rekultivierung der Tagebaue verfüge man über eine hohe Kompetenz im landwirtschaftlichen Bereich. Zur Versorgung der Anlage soll auf einen breitgefächerten Rohstoffmix aus zum Beispiel Mais- und Ganzpflanzensilage, Zuckerrübe und Luzerne sowie Gülle zurückgegriffen werden. Teile der Rohstoffe könnten aus dem Umfeld der Tagebaue geliefert werden. Der überwiegende Rohstoffbedarf soll laut Unternehmen aber aus der regionalen Landwirtschaft gedeckt werden. Das in der Anlage in Paffendorf erzeugte Rohbiogas soll auf Erdgasqualität aufbereitet, als Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist und in Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen in der Region eingesetzt werden. Das Gesamtinvestment liege bei rund 13 Mio. €.