RWE Dea gründet Speichergesellschaft

Die RWE Dea AG hat mit Wirkung zum 1. April 2012 ihre Aktivitäten im Bereich des Erdagsspeichers Inzenham-West bei Rosenheim auf die RWE Dea Speicher GmbH übertragen. Die neue Gesellschaft ist zu 100 Prozent im Besitz der RWE Dea.

27. April 2012

Mit diesem Schritt erfülle man die Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes zur Entflechtung des Betriebs von Speicheranlagen von den übrigen Aktivitäten des Unternehmens und bündle den Bau, den Betrieb und die Vermarktung von Speicherkapazitäten in der neuen Gesellschaft. »Wir freuen uns darauf, uns in dieser neuen Konstellation den Herausforderungen des Geschäftes zu stellen und den Wettbewerb zu beleben«, so Jörg Fanger, Geschäftsführer der neuen Speichergesellschaft.

Die RWE Dea Speicher GmbH leiste mit einem nutzbaren Speichervolumen von rund 5 TWh einen wichtigen Beitrag zur sicheren Versorgung der Verbraucher. Mit ihren Speicheraktivitäten hilft sie eigenen Angaben zufolge, das Angebot an verfügbarem Erdgas den Verbrauchsschwankungen gezielt anzupassen. Im verbrauchsarmen Sommer wird das überwiegend aus Russland per Pipeline angelieferte Erdgas eingespeichert und mit steigendem Bedarf im Winter wieder ausgespeichert. Bei dem Porenspeicher Inzenham-West handelt es sich um eine in den 1970iger Jahren ausgeförderte Erdgaslagerstätte. Danach wurde diese Lagerstätte in einen Erdgasspeicher umgerüstet. Das Erdgas wird in dem Aquitan-Sandstein in 680 bis 880 m Tiefe gespeichert.