RWE entwickelt intelligentes Stromverteilnetz

RWE Deutschland entwickelt derzeit in Zusammenarbeit mit Bundesforschungsministerium, Hochschule und Industrie das intelligente Stromverteilnetz. Das ›Smart Grid‹ soll nach eigenen Angaben auch starke Schwankungen von Angebot und Nachfrage im Stromnetz so ausgleichen, dass eine sichere Stromversorgung gewährleistet bleibt.

27. April 2011

Erstmalig wird ein darauf ausgelegtes Demonstrationsnetz in einer Modellregion – in diesem Fall der Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel – getestet. Das Projekt ›Zukunftsnetze‹ wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit mehr als 3 Mio. € gefördert. Die Inbetriebnahme des Demonstrationsnetzes sei für den Frühsommer dieses Jahres vorgesehen.

Das Naturreservat Eifel ist eine Modellregion: Hier finden Netzplaner die typischen Herausforderungen vor, die die Energiezukunft in ländlichen Gebieten bestimmen werden. In der dünn besiedelten Region reichte bislang eine überschaubare Netzinfrastruktur aus, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Doch mit dem Ausbau der regenerativen Energieträger haben sich die Anforderungen an das Stromnetz radikal verändert. Das Erneuerbare-Energien (EEG)-Gesetz bescherte Windkraftparks und Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) einen Boom, vor allem in ländlichen Gebieten, wie der Eifel. So lagen beispielsweise dem RWE-Regionalzentrum Trier nach eigenen Angaben im Jahr 2010 über 2.230 Anfragen zur Einspeisung dezentral erzeugter elektrischer Energie vor. Aktuell speisen in dem Gebiet, in dem auch die Modellregion Bitburg-Prüm liegt, über 5.500 Anlagen mit rund 840 MW in das Mittel- und Niederspannungsnetz ein, den Schwerpunkt bildet die PV. Hinzu kommen 57 Windenergieanlagen mit einer Einspeisekapazität von 107 MW, die direkt in das 110.000-Volt Netz einspeisen.