Schiefergasvorräte in Polen geringer als vermutet

Die Schiefergasvorkommen in Nord- und Ostpolen sind deutlich geringer als bislang vermutet. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Staatlichen Geologischen Instituts PGI, so die Nachrichtenagentur nov-ost.

28. März 2012

Während die amerikanische Energy Information Administration (EIA) bislang mit 5,3 Bio. m3 operiere und damit einen wahren Run auf Lizenzen für Probebohrungen ausgelöst habe, rechne die PGI lediglich maximal mit einem Drittel dieser Menge. Insgesamt sei höchstens mit 1,92 Bio. m3 im Land- und Schelfbereich des Baltisch-Podlassisch-Lubliner Beckens zu rechnen, gab das Institut bekannt. Das mit der größten Wahrscheinlichkeit zu erwartende Volumen gibt das Institut mit 346-768 Mrd. m3 an. Damit werde Polen nicht zu einer neuen Großmacht am Gasmarkt aufsteigen, aber die Vorkommen seien dennoch beträchtlich. Die bisherige Eigenförderung von konventionellem Erdgas einberechnet, reichen die mit größter Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Vorkommen beim gegenwärtigen Verbrauchsniveau (14,5 Mrd. m3 pro Jahr) für 35-65 Jahre.

Gleichzeitig rechne das PGI auf dem untersuchten Territorium mit Vorkommen von bis zu 535 Mio. t Erdöl. Die mit größter Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Vorkommen bewegen sich bei 215-268 Mio. t. Unter Einberechnung der Eigenförderung reicht dies bei einem Jahresverbrauch von 24 Mio. t für 10-12 Jahre.