In Heidelberg und Mannheim sind bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) bereits die ersten rein elektrischen Stadtbusse im Alltagseinsatz: Damit die 243 Kilowattstunden fassenden Batterien der neuen Mercedes-Benz eCitaro effizient geladen werden, steuert The Mobility House aus München das maßgeschneiderte Lade- und Energiemanagement ChargePilot bei, heißt es in einer Mitteilung.

The Mobility House hat das herstellerunabhängige Lade- und Energiemanagementsystem ChargePilot gemeinsam mit EvoBus und dem Ladestationshersteller Heliox den Vorgaben und Gegebenheiten der rnv angepasst, heißt es.

Energie für den zuverlässigen Einsatz

Zum Beispiel sei gewünscht, dass die Elektrobusse tagsüber während der Betriebspausen schnelle Zwischenladungen erhalten. Die Ladung erfolge über den auch im Elektro-Pkw-Bereich gängigen CCS-Standard mit bis zu 150 Kilowatt Leistung. Wohingegen nachts ausreichend Zeit ist, um die Busse mit reduzierter Ladeleistung zu laden, so die Verantwortlichen.

„ChargePilot ist daraufhin optimiert, dass die rnv die für die Elektrobusse nötige Energie zu möglichst geringen Kosten beziehen kann und die Fahrzeuge zu Schichtbeginn zuverlässig einsatzbereit sind: Dabei vermeidet das System unnötig hohe Spitzenlasten. Ohne ein solches lägen diese bei bis zu 450 kW. Es erlaubt jedoch eine Reduktion der Spitzenlast auf 300 kW, ohne dabei den Fahrbetrieb zu beeinflussen. So spart das System der rnv bereits bei nur drei elektrischen Bussen rund 14.000 Euro im Jahr“, sagt Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House.

Alles im Blick

Dadurch gewährleistet das Lade- und Energiemanagement ChargePilot eine zuverlässige und günstige Variante der Stromversorgung. Unkompliziert überwachen lassen sich die Ladevorgänge über die Monitoring-Funktion des Systems über einen Internetbrowser. Auch statistische Auswertungen lassen sich dort anzeigen und herunterladen. Überwacht wird das System 24/7 und bei Bedarf helfen die Mitarbeiter in München persönlich weiter.

„Durch das Lade- und Energiemanagement von The Mobility House lässt sich die benötigte Anschlussleistung für unsere Elektrobusse gut steuern. So können wir unsere Busse tagsüber, wenn nur ein Bus im Betriebshof nachlädt, mit voller Leistung und nachts, wenn alle Busse zeitgleich im Betriebshof sind, mit einer bis auf ein Drittel reduzierten Leistung nachladen. Bei drei Fahrzeugen mag das alles noch überschaubar sein, aber sobald man an eine Flottenumstellung denkt, wird das essenziell“, ergänzt Stefan Prüfer, Leiter der Angebots- und Produktentwicklung bei der rnv.

Eine Vorkonditionierung der Busse über das Ladekabel ist ebenfalls im System vorgesehen: Batterie und Innenraum werden je nach Jahreszeit entsprechend vortemperiert. Dies bringt insbesondere an besonders kalten oder heißen Tagen einen erheblichen Reichweitenvorteil und steigert den Fahrgastkomfort, heißt es.