Schnell am Wind

Erneuerbare Energie braucht die Akzeptanz vor Ort: Ein Windpark-Projekt im rheinland-pfälzischen Arzfeld setzt dafür auf ein Poolkonzept und ein Solidarabkommen innerhalb der Verbandsgemeinde. Das Projekt hat den Zuschlag in der vierten Ausschreibungsrunde erhalten und geht nun in die Umsetzung. Dass dies gelingen konnte, hatte verschiedene Gründe.

03. April 2018

Fünf Wochen nach Bekanntgabe der Ergebnisse  hat Vestas eigenen Angaben zufolge mit dem Projekt in Rheinland-Pfalz den ersten Auftrag aus der vierten Ausschreibungsrunde in Deutschland gewonnen. Auftraggeber ist der Kunde Abo Wind. 

Abo Wind: Faire Verteilung

Das Projekt umfasst sechs Anlagen des Typs V136-3.45 MW.

„Der Windpark entsteht auf Flächen, die sich im Besitz von etwa 65 Bürgern befinden. Ein Poolkonzept stellt eine faire Verteilung der Einnahmen sicher”, so Dr. Thomas Treiling, Abteilungsleiter Planung für Rheinland-Pfalz und das Saarland bei Abo Wind.

„Ein Solidarabkommen innerhalb der Verbandsgemeinde sichert zudem, dass alle Ortsgemeinden finanziell profitieren, auch wenn keine Windenergieanlagen auf ihrer Gemeindefläche entstehen. Die Behörden vor Ort haben die Planung unseres Projekts sehr engagiert unterstützt.”

Enge Zusammenarbeit

Die schnelle Umsetzung des Auktionserfolgs in einen Festauftrag basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Vestas und Abo Wind, wie der Windenergieanlagenhersteller mitteilt.

Durch eine konsequente Optimierung in allen Projektphasen - von der Unterstützung bei der Standortplanung bis zum Transport und Bau – seien die Zuschlagschancen in der Ausschreibung optimiert worden.

„Durch unseren Optimierungsansatz finden wir für jedes einzelne Projekt Hebel, um den Business Case des Kunden zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im deutschen Auktionssystem. Der Auftrag unterstreicht die Stärke dieses Ansatzes und ich freue mich sehr, dass Abo Wind Vestas die Umsetzung ihres Auktionsprojekts anvertraut hat,“ sagt Nils de Baar, President Vestas Northern & Central Europe.

Das Projekt ist Teil eines Rahmenvertrags zwischen den beiden Unternehmen und umfasst einen Active-Output Management (AOM) Vollwartungsvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Auslieferung der Anlagen ist für das vierte Quartal 2018 geplant, so Vestas.