Schneller Schritt zur Einsparung

Management

Strom - Smart Meter in Kombination mit fachlicher Analyse und Beratung ermöglichen es, unkompliziert Energiekosten zu senken.

14. April 2009

»Der Kunde wünscht eine einfache Möglichkeit, die Prozesse genauer zu durchleuchten. Zielgruppe sind Kunden, die die vom Netzbetreiber in Rechnung gestellte Jahreshöchstleistung kritisch hinterfragen wollen, aber ein aufwendiges betriebliches Energiemanagement im ersten Schritt scheuen«, betont Marc Ehry, Geschäftsführer von PCC Energie. Mit der Online-Messung sei es möglich, ohne große Umbauten den ersten Schritt zu tun. Das Duisburger Unternehmen liefert bundesweit Strom und Gas, außerdem bietet es Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz an.

Einer der ersten Kunden, die vom neuen Service von PCC profitieren, ist die Schossau Mönchengladbach GmbH. Das Unternehmen bietet auf mehr als 4.000m2 Unterhaltungselektronik und Elektrogeräte an. Zuerst installierte PCC einen neuen intelligenten Stromzähler (Smart Meter). Dieser gibt jederzeit in Verbindung mit der Spezial-Software EkonOpt online Einblick auf den aktuellen Stromverbrauch. »Durch den Einbau des Zählers hat der Kunde keine Mehrkosten«, betont Ehry. Allerdings sei die Online-Messung teurer als das Standard-Verfahren.

Die Viertelstundenwerte der letzten 24 Stunden sind direkt abrufbar und für detaillierte Analysen steht das Internet-Portal www.lastgangmessung.de zur Verfügung. Die Online-Messung ist Basis für eine detaillierte Analyse, die die Energieberater des Duisburger Unternehmens entwickeln. Hieraus leitet sich ein kundenspezifischer Maßnahmenkatalog zur Effizienzsteigerung ab.

Durch die sekundengenaue Messung der Leistungswerte erkannte man bei Schossau die Hauptverbraucher: Beleuchtung, Lüftung, Klimatisierung. Signifikant war ein Anstieg des Stromverbrauchs um 30% im Sommer, bedingt durch die Kühlung der Geschäftsräume, hier konnte man erfolgreich gegensteuern.

Verfolgung am Client-PC

Hilfreich war ferner die Unterstützung durch PCC bei der Verhaltensänderung des Personals hinsichtlich des Energieverbrauchs. Bei Schossau ist man sehr zufrieden: »Die Online-Messung hat uns schnell Hauptverbraucher identifiziert. Zusätzlich konnten wir in den Nachtstunden überflüssige Verbraucher ermitteln, die sich allein auf die Grundlast für unsere Server nicht klären ließen.«

Die Messung erfolgt in Echtzeit, deshalb lässt sich am Client-PC verfolgen, welche Verbraucher wann ein- und ausgeschaltet werden. Laut PCC-Chef Ehry reicht dies in den meisten Fällen für eine erste grobe Analyse aus.

»Wenn neue effizientere Maschinen angeschafft werden, können die Energieeinsparversprechen des Herstellers leicht geprüft werden«, fügt er hinzu. Zudem lassen sich Energieeinsparprojekte so leicht auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Wichtig ist hierbei, so Ehry, dass »die Ergebnisse dokumentiert werden, um Zugriff auf die Ergebnisse für spätere Auswertungen zu haben«.

Der Geschaftsführer betont, dass es keine Kopplung zwischen Energiebelieferung und Online-Messung gibt. Die Vertragslaufzeit der Online-Messung orientiere sich mit sieben Jahren an der Eichgültigkeit der Zähler. (mn)

Energie managen

Bis zu einer Minute

Die Online-Messung des Stromverbrauchs arbeitet mit einer Abtastzeit von fünf Sekunden. In einem weiteren Schritt ist die Online-Messung auf ein betriebliches Energiemanagement mit zusätzlichen Untermessungen für verschiedene Medien erweiterbar. Hier können die Zeitintervalle zwischen 15 und bis zu einer Minute liegen. Dies ermöglicht auch eine Kostenstellenwälzung, um Prozesse von wenigen Minuten zu bewerten, was mit reinen Viertelstundenwerten nicht möglich ist.

Erschienen in Ausgabe: 04/2009