Schott Solar: 20-Prozent-Marke durchbrochen

Schott Solar ist es nach eigener Angabe gelungen, die weltweit erste monokristalline Siebdruck-Solarzelle im Industrieformat 156 x 156 mm mit 20,2 % Wirkungsgrad herzustellen. Das Fraunhofer ISE in Freiburg habe den Wirkungsgrad im Auftrag des Unternehmens in einer unabhängigen Messung bestätigt.

25. August 2011

Die Basis für dieses Ergebnis habe man mit neuartigen multikristallinen Zellkonzepten gelegt, die 2010 den Modulweltrekord von 17,6 % Wirkungsgrad einbrachten. »In die Entwicklung monokristalliner Zellen sind wir dann Anfang 2011 intensiver eingestiegen. Dabei haben wir das Know-how von mehr als drei Jahren Entwicklungsarbeit bei multikristallinen Solarzellen konsequent auf monokristalline Wafer übertragen«, so Dr. Axel Metz, Leiter Solarzellenentwicklung bei Schott Solar.

Erste Versuche zur Übertragung der dort entwickelten, fertigungsnahen Prozesse auf Czochralski-Silicium brachten die Entwickler laut Unternehmen sehr schnell auf Wirkungsgrade von deutlich über 19 %. Um den Sprung über die 20-Prozent-Marke zu schaffen, habe man sich auf die Optimierung der Zellenvorderseite fokussiert. In der Zusammenarbeit mit der Schmid Group aus Freudenstadt habe man deren produktionstechnisch etablierte selektive Emittertechnologie mit der passivierten Rückseiten-(PERC)-Technologie von Schott Solar kombiniert. Ergebnis sei die weltweit erste Siebdruck-Solarzelle im Industrieformat 156 x 156 mm mit 20,2 % Wirkungsgrad.