Schub für E-Mobility

VDE-Standard für Autostecker weltweit

18. November 2009

Dem Elektromobil gehört die Zukunft. Als mobiler Bestandteil eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid) könnten E-Autos zur Zwischenspeicherung für Strom aus regenerativen Energien dienen und so die Schwankungen bei der Energieerzeugung abpuffern. Ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Serieneinführung von Elektrofahrzeugen sind jedoch geeignete Ladestecker zum "Betanken", die einfach und vor allem sicher zu bedienen sein müssen. Sie müssen weltweit problemlos funktionieren - und das trotz national unterschiedlicher Stromversorgungssysteme und Anforderungen an Stecker und Steckdosen.

Der VDE hat mit seiner Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) einen VDE-Standard konzipiert, der alle national unterschiedlichen Sicherheitsaspekte, physischen Aufbau- und Kompatibilitätsanforderungen berücksichtigt. Experten sehen darin einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur flächendeckenden E-Mobility.

Der VDE-Standard, der bereits bei der internationalen Normungsorganisation IEC (International Electrotechnical Commission) eingereicht wurde, definiert Stecker und Schnittstellen für höchst unterschiedliche Ladebetriebsarten. So wird ein "Betanken" mit 20, 32, 63 Ampère (Einphasen- und Drehstrom) und 70 Ampère (nur Einphasenstrom) bei einer Betriebsspannung von maximal 500 Volt und 50 bis 60 Hertz möglich.

Zukunftsweisend ist auch die Berücksichtigung der doppeltgerichteten Energieübertragung. Das heißt, dass Fahrzeuge sowohl Energie aus dem Versorgungsnetz aufnehmen als auch dorthin abgeben können - eine wichtige Voraussetzung für die Anbindung des Elektromobils an das "Smart Grid" der Zukunft mit einem hohen Anteil an Strom aus regenerativen Energien.