ERNEUERBARE

Schwaches Jahr für Onshore-Wind

Auswertung der Quartalszahlen: Ausbau von Windkraft an Land stockt. Bundesverband Windenergie erwartet erst ab 2021 Trendwende.

18. Dezember 2018
Schwaches Jahr für Onshore-Wind
(Foto: Berlinpictures/Fotolia.de)

Bereits im Sommer hatten Bundesverband Windenergie (BWE) und VDMA Power Systems auf den Rückgang beim Zubau der Windenergie an Land und die äußerst schwierige Genehmigungssituation hingewiesen.

„Ein Blick auf die ersten drei Quartale bestätigt diese Einschätzung und zeigt, dass der Markteinbruch noch deutlicher ausfallen könnte“, so der BWE.

Demnach sind in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres Windenergieanlagen mit 2.073 MW neu ans Netz gegangen.

Auch wenn im letzten Quartal erfahrungsgemäß mit einem zusätzlichen Schwung zu rechnen ist, dürfte der Zubau in 2018 noch unter den Branchenerwartungen zurückbleiben, heißt es. „Ob wir die zur Jahresmitte geschätzten 3.300 MW noch erreichen ist inzwischen mehr als fraglich. Der Markteinbruch ist damit dramatischer als erwartet“, so Hermann Albers, BWE-Präsident.

Energiesammelgesetz

Laut Verband seien die im Energiesammelgesetz festgelegten Sonderausschreibungen enorm wichtig, kämen aber zu spät, um einen Einbruch beim Zubau in den Jahren 2019 und 2020 wirksam zu glätten.

In den ersten drei Quartalen 2018 wurden demnach lediglich Genehmigungen über knapp 1.120 MW für 330 Anlagen erteilt.

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