Sebastian bringt viel Windstrom

Das Sturmtief Sebastian sorgte am 13. September für hohe Windstromeinspeisung ins deutsche Stromnetz. Bei rund 38 GW lagen die Spitzenwerte des Tages.

14. September 2017

So erreichte laut Daten des Fraunhofer ISE (hier auf der Seite www.energy-charts.de zu finden) die Windstromeinspeisung in Deutschland am 13. September um 11:30 Uhr einen Wert von rund 38 GW.

Den höchsten Einspeisewert um diese Uhrzeit gab es im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers Tennet mit 14,48 GW. Die Windkraft hat laut den Daten des Fraunhofer ISE außerdem am 13. September rund 47 Prozent oder 760 GWh an der Nettoerzeugung von Kraftwerken zur öffentlichen Stromversorgung beigetragen.

Ähnliche Spitzenwerte gab es in diesem Jahr am 18. März um 08:45 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt kam die Windstromeinspeisung auf rund 38,2 GW.

Hallen in Husum gesperrt

Sebastian hatte auch Auswirkungen auf die Husum Wind: Aus Sicherheitsgründen wurden im Laufe des 13. September die Leichtbauhallen 1 - 4 geschlossen. Die feste Halle blieb geöffnet. Die Messe ging am nächsten Tag wie geplant weiter.

Das Sturmtief Sebastian hatte sich anders als prognostiziert entwickelt und brachte selbst für das winderfahrene Norddeutschland extrem ungewöhnliche Wetterbedingungen mit sich, so der Veranstalter. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kam es zu Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h.

Die Entscheidung, die Hallen wieder zu öffnen, sei nach einer umfangreichen Sicherheitsüberprüfung von der Messe Husum & Congress in Rücksprache mit Polizei und Feuerwehr getroffen worden. Der starke Sturm war in den Abendstunden des Mittwochs abgeflaut, daraufhin konnten entstandene Schäden soweit beseitigt werden, dass der Messebetrieb fortgesetzt werden konnte.