WASSERSTOFF

Sektorkopplung regional

Im nordbayerischen Wunsiedel wird ab 2021 mit Ökostrom Wasserstoff produziert. „Wir sind froh, diese innovative Technologie hier im Fichtelgebirge realisieren zu können“, so Marco Krasser, Geschäftsführer der SWW Wunsiedel.

25. September 2019
Group of business people assembling jigsaw puzzle and represent team support and help concept
(Bild: .shock – Fotolia)

Die Projektpartner SWW, Siemens und Rießner-Gase haben bereits eine Absichtserklärung unterschrieben. Inhalt: Konzeption und Bau eines Elektrolyseurs am Energiepark der Stadt Wunsiedel. Der erste Spatenstich soll Anfang 2020 erfolgen, die Inbetriebnahme findet voraussichtlich ein Jahr später statt.

Regionalversorgung

Alle potenziellen Kunden stammen aus der Region, so Krasser. Das ist wichtig wegen der kurzen Transportwege. Der Wasserstoff wird mit Ökostrom hergestellt. Gleichzeitig schafft man so eine Möglichkeit, überschüssigen Strom aus PV und Windkraft zu speichern. „Wir schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Krasser. Denn die Region bekommt einen emissionsfreien und vielfältig einsetzbaren Energieträger. Zum anderen kann der bei Sonnenschein und Wind im Überfluss vorhandene grüne Strom intelligent genutzt werden.

Siemens und SWW sind für den Elektrolyseur selbst zuständig, dessen maximale Leistung zunächst bis zu 10 Megawatt betragen wird. Sie kann relativ rasch mit weiteren Modulen aufgestockt werden, sobald sich der Bedarf in der Region erhöht. Laut Krasser garantiere das höchste Wirtschaftlichkeit.

Gespeichert wird der Wasserstoff in speziellen Tanks und unter hohem Druck. Einsetzbar ist er in Motoren für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie in der Industrie.

‚Der Wunsiedler Weg‘

Das Stadtwerk hat ein Konzept für die Energiewende in der Region entwickelt mit dem Titel ‚Der Wunsiedler Weg‘. Es steht auf der Website des Versorgers als pdf-Dokument zum Nachlesen bereit.