Senvion legt Zahlen vor

Im März gab Senvion bekannt, rund 780 Stellen abbauen zu wollen. Mit verschiedenen strategischen Maßnahmen solle das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig werden, hieß es. Jetzt hat das Unternehmen Halbjahreszahlen vorgelegt.

14. August 2017

Im ersten Halbjahr 2017 habe der Hamburger Windanlagenbauer im Rahmen der Erwartungen Umsätze in Höhe von EUR 830 Millionen verzeichnet.

 

„Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 7,4%, erzielt vor allem durch eine überzeugende Leistung im Service- und Offshore-Sektor“, so Senvion.

 

Auftragseingänge

 

Die Aufträge in den ersten sechs Monaten beliefen sich auf EUR 940 Millionen, ein Anstieg um 70% im Vergleich zum Vorjahr.

 

Die Aufträge kamen vor allem aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, sowie den neuen Märkten wie beispielsweise Kroatien und Serbien.

 

Die Festaufträge beinhalten auch einen Offshore-Vertrag über EUR 307 Millionen in Deutschland.

 

„Mit einem Auftragsbestand von EUR 5,5 Mrd. verzeichnet das Unternehmen einen soliden und stabilen Auftragseingang, darunter auch große internationale Aufträge in bestehenden und neuen Märkten“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Senvion erwartet für 2017 einen starken Auftragseingang von EUR 2 Mrd.

 

Chile

 

Der Erfolg in den neuen Märkten wird durch den jüngsten Abschluss der Finanzierungsvereinbarung für den 299-Megawatt (MW) bedingten Vertrag für zwei Projekte in Chile untermauert.

 

Die Fertigstellung der beiden Projekte ist nun für den Herbst 2018 geplant.

 

„Dadurch werden sich, wie bereits angekündigt, Senvions prognostizierte Umsätze teilweise in das Jahr 2018 verschieben“, heißt es. Dies führt zu einer Anpassung der erwarteten Umsätze für 2017 auf EUR 1,9 - 1,95 Mrd.

 

Die bereinigte erwartete EBITDA-Marge lässt Senvion unverändert bei 8,0 - 8,5%.

 

Nettoverschuldung

 

Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf EUR 261 Mio. bei einer Cashposition von EUR 150 Mio. aufgrund des Bestandsaufbaus in Erwartung der Installation in Chile und einigen anderen Märkten, so das Unternehmen

 

"Wir haben Fortschritte bei der zukunftsfähigen Ausrichtung unseres Unternehmens gemacht besonders vor dem Hintergrund global abnehmender Stromentstehungskosten und einer zunehmenden Verbreitung von Auktionen“, so CEO Jürgen Geißinger.

 

„Unser Auftragseingang wächst. Wir führen kontinuierlich neue Produkte in den Markt ein.“