Service ist alles

Die Dynamik im Markt für Facility Management nimmt zu. Das zeigt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Lünendonk. Die Inlandsumsätze der Top 25 stiegen demnach 2016 um 5,2 Prozent. Spie springt auf Platz zwei, Gegenbauer auf Position sieben.

29. Mai 2017

Insgesamt prägen starkes Wachstum sowie Übernahmen das Geschäftsjahr 2016 der Service-Anbieter, so Lünendonk in einer Mitteilung.

 

Auffallend im Markt sind das überproportionale Wachstum von Apleona, Klüh, Stölting und Wisag sowie die Übernahmen von SAG durch Spie und von RGM durch Gegenbauer, heißt es.

 

Die Top 10 erwirtschafteten in 2016 zusammen einen Rekordumsatz von 8,6 Milliarden Euro (2015: 7,5 Mrd. Euro).

 

„Der überdurchschnittliche Anstieg ist sowohl organischer als auch anorganischer Natur“, sagt Thomas Ball, Autor der Lünendonk-Studie. „Die Marktkonsolidierung setzt sich fort, auch bei den führenden FS-Anbietern. In Zukunft werden vermutlich weitere Listenunternehmen ihre Selbstständigkeit verlieren.“

 

Spie springt auf Platz zwei

 

Apleona (ehemals Bilfinger HSG) setzte auch im Geschäftsjahr 2016 den Wachstumskurs fort und führt mit 1.434 Millionen Euro Inlandsumsatz die Lünendonk-Liste an 2017 (+11,2%).

 

Der Gesamtumsatz des Unternehmens stieg auf über 2,2 Milliarden Euro.

 

Auf Position zwei liegt Spie mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz. Neben organischem Wachstum sorgen mehrere Übernahmen für die Umsatzverdoppelung im Vergleich zum Jahr 2015.

 

Vor allem das Service-Geschäft der akquirierten SAG schlägt hier zu Buche.

 

Ebenso wie Apleona wuchs auch Wisag Facility Service überproportional und überspringt damit erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro.

 

Durch das starke Wachstum von Spie und Wisag rücken Strabag Property and Facility Services sowie Dussmann Service auf die Positionen vier und fünf.

 

Strabag generierte 2016 einen Inlandsumsatz von 993 Millionen Euro (-2,5%), der Gesamtumsatz lag bei über 1,1 Milliarden Euro. Dussmann wuchs im Inland um 2,3 Prozent auf 890 Millionen Euro, der Gesamtumsatz stieg auf 1,7 Milliarden Euro.

 

Gegenbauer springt mit RGM auf Rang sieben

 

Einen Sprung von Position elf auf sieben macht Gegenbauer. Das in die Top 10 aufgestiegene Berliner Unternehmen beteiligte sich mehrheitlich an RGM und erzielte einen konsolidierten Umsatz von 655,5 Millionen Euro (+46,4%).

 

"Die Leistungstiefe der FS-Anbieter nimmt unterdessen weiter zu", so Lünendonk. Neben der viel diskutierten Verzahnung von Services durch die Digitalisierung steigt den Angaben zufolge die Nachfrage nach Telefonzentralen sowie IT-Helpdesks.