Shell steigt bei Sonnen ein

Der Allgäuer Akkuspeicherhersteller Sonnen hat nach Unternehmensangaben eine Finanzierungsrunde über 60 Mio. € abgeschlossen, die von Shell Ventures angeführt wird.

23. Mai 2018

Mit dem Investment stärke Sonnen seine internationale Wachstumsstrategie sowie seine Position als Energieversorger der Zukunft, so das Unternehmen aus Wildpoldsried bei Kempten.

 

„Sonnen wächst schneller als der Markt und führt neue Geschäftsmodelle und Technologien ein. So etwas aufzubauen, erfordert kontinuierliche Investitionen“, so CEO Christoph Ostermann. „Wir freuen uns daher sehr, dass mit Shell einer der weltweit größten Akteure im Energiebereich unsere Vision von sauberer und bezahlbarer Energie mit uns teilt.“

 

Strategische Zusammenarbeit

 

Neben dem Investment wird das Unternehmen auch strategisch mit der Erneuerbare-Sparte von Shell zusammenarbeiten, heißt es.

 

Der Fokus der Kooperation liegt dabei auf dem Angebot innovativer, sauberer Energielösungen aber auch auf der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität sowie Netzdienstleistungen, die auf einem vernetztem Batteriepool basieren.

  

„Dieses Investment ermöglicht es uns, die Aktivitäten von Shell im Stromsektor mit Sonnens Produkten zu kombinieren und so unser Angebot für Endkunden zu bereichern“, so sagt Brian Davis, Vice President Energy Solutions bei Shell.

 

Shell hat den Angaben zufolge seine Sparte New Energies 2016 gegründet, um das Unternehmen so an der weltweiten Umstellung hin zu erneuerbaren Energien auszurichten.

 

Dazu gehört auch ein Fokus auf das Stromgeschäft, da sich gerade durch die Sektorkopplung die größten Chancen für ein CO2-freies Energiesystem bieten, heißt es.

 

Der Akkuspeicherhersteller hat die Sonnen-Community Anfang 2016 in Deutschland eingeführt. 2017 wurde das Konzept auf weitere Länder wie Australien oder die USA übertragen.

 

'Flex-Plattform'

 

Vorige Woche hatte das Unternehmen eine sogenannte Flex-Plattform vorgestellt. Sonnen will überschüssigen Grünstrom nutzbar machen, der sonst durch die Abregelung von PV- oder Windkraftanlagen verloren wäre. Mittel zum Zweck ist die ‚Flex-Plattform‘.