Siemens führt elektronischen CO2-Bericht bei Deutscher Emissionshandelsstelle ein

Informationen auf zentraler Datenbank

12. März 2007

Siemens IT Solutions and Services hat bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt eine IT-Lösung für den elektronischen Emissionsbericht implementiert. Mithilfe der web-basierten Anwendung berechnen die Anlagenbetreiber die Menge des ausgestoßenen CO2s, erstellen den Emissionsbericht und reichen ihn bei der Behörde ein. Alle Informationen sind in einer zentralen Datenbank vorgehalten.

Alles geht elektronisch: Der Betreiber einer am Emissionshandel teilnehmenden Energieanlage oder energieintensiven Industrieanlage gibt die geforderten Emissionsdaten nur noch in das Online-Formular übers Internet ein. Ein unabhängiger Sachverständiger prüft die erfassten Informationen.

Ist alles korrekt, signiert er den Bericht und schickt ihn an den Anlagenbetreiber zurück. Dieser reicht den Bericht als nächstes bei seiner Landesbehörde ein. Sie prüft die Inhalte stichprobenartig und schickt die Daten an die Deutsche Emissionshandelsstelle. Dort werden sämtliche Informationen in einer zentralen Datenbank gespeichert. Mit der neuen Lösung ist die Behörde in der Lage, den jährlichen Emissionsbericht schnell und ohne Medienbrüche zu verarbeiten. Ein Papierarchiv entfällt. Das Online-Formular hat Siemens IT Solutions and Services als Generalunternehmer mit dem Unternehmen 'Materna' auf Basis des Formular-Management-Systems des Bundes realisiert. Der Emissionsbericht für das Jahr 2005 ist bereits mit der web-basierten Lösung erstellt.

In einem weiteren Auftrag hat die Siemens-Tochter für die Deutsche Emissionshandelsstelle die Datenerhebungsverordnung 2012 implementiert. Zuletzt hat Siemens IT Solutions and Services das System der Emissionsberichterstattung an die veränderten Anforderungen für das Berichtsjahr 2006 angepasst.

Der elektronische Emissionsbericht ist Teil der neuen virtuellen Organisation der Deutschen Emissionshandelsstelle. Die Behörde gewann mit der Gesamtlösung den ersten Preis in der Kategorie "Beste virtuelle Organisation" bei dem 6. eGovernment-Wettbewerb für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen.