Siemens investiert in Berliner Schaltanlagenwerk

Die Siemens AG hat mit dem Bau zweier neuer Produktionshallen im Schaltanlagenwerk Berlin begonnen. Für die beiden Neubauten investiere man rund 30 Mio. €. Die Hallen sind Teil der vor einem Jahr angekündigten Modernisierung, durch die das Unternehmen das Werk bis 2015 zu einer der fortschrittlichsten Fabriken ihrer Art umbauen will.

08. November 2011

Die Fertigstellung der beiden Produktionshallen in Berlin ist laut Unternehmen für 2012 beziehungsweise 2013 geplant, wobei in der einen vorrangig gasisolierte Hochspannungs-Schaltanlagen hergestellt werden, während die zweite Halle für die Produktion von Hochspannungs-Leistungsschalter angelegt ist. Die bisherigen Fertigungslinien werden dabei so optimiert, dass in den Neubauten bei kürzeren Wegen effizienter produziert werden kann. Dies war in den bisher genutzten und bis zu 90 Jahre alten Hallen so nicht umsetzbar. »Die Modernisierung des Berliner Schaltwerks und die damit einhergehende Erhöhung der Produktivität ist nötig, damit der Standort im harten globalen Wettbewerb bestehen kann«, so Udo Niehage, CEO der Division Power Transmission im Siemens-Sektor Energy.

Weitere Maßnahmen im Zuge der Modernisierung sind laut Unternehmen die Verbesserung anderer Fertigungslinien in bestehenden Hallen sowie die Neustrukturierung der gesamten Produktions- und Logistikprozesse für ein ›Werk der kurzen Wege‹. Das Schaltanlagenwerk soll als ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Hoch- und Mittelspannungstechnik dienen. Die dort künftig vorrangig für den europäischen Markt gefertigten Produkte kommen beispielsweise in Hochspannungsnetzen und Kraftwerken zum Einsatz.