Siemens Joint Venture legt Grundstein für neue Receiver-Fabrik

Inbetriebnahme 2011 geplant

28. Januar 2010

Archimede Solar Energy Srl, ein Joint Venture der Industriegruppe Angelantoni Industrie Spa und von Siemens Energy, hat den Grundstein für eine neue Solarreceiver-Fertigung in der italienischen Stadt Massa Martana gelegt. Ab Frühjahr 2011 werden jährlich bis zu 75.000 Solarreceiver hergestellt. In einem zweiten Schritt soll die Produktionskapazität auf rund 140.000 Stück pro Jahr steigen. In der neuen Anlage sollen Solarreceivern gefertigt werden, die als Wärmeleitmedium anstelle von Thermoöl geschmolzenes Salz nutzen.

Beim Einsatz von geschmolzenem Salz in den Receivern kann die Effizienz von solarthermischen Kraftwerken deutlich erhöht werden, informiert Siemens. Das geschmolzene Salz kann bei Bedarf als Wärmespeicher eingesetzt werden. Die so gespeicherte Energie kann dann zur Stromerzeugung bei Nacht verwendet werden.

In Sizilien wird derzeit ein erstes kommerzielles Kraftwerk gebaut. Das Projekt Priolo Gargallo wird 1.500 Solarreceiver mit geschmolzenem Salz als Wärmeleitmedium einsetzen und soll im Sommer 2010 in Betrieb gehen.

Bis 2020 wird der Markt für solarthermische Kraftwerke zweistellige jährliche Zuwachsraten aufweisen und ein Volumen von mehr als zwanzig Milliarden Euro erreichen. Wachstumsschwerpunkte werden künftig vor allem die Regionen USA, Südafrika, Australien, Spanien, Israel, Indien, Nordafrika und Naher Osten sein.