Siemens testet kombinierte Verbrennung von Kohle und Biomasse

Mischung mit geringeren Stickoxid-Emissionen

15. Juni 2010

Siemens Energy hat zusammen mit PetroAlgae, einem amerikanischen Unternehmen für alternative Energien, die kombinierte Verbrennung von Kohle und Biomasse mit Erfolg getestet. Unter Pilotmaßstab-Bedingungen wurde in einem Siemens-Brenner geprüft, in welchem Verhältnis sich Kohlenstaub und Biomasse verbrennen lassen.

Dabei wurden die Stickoxid (NOx)-Emissionen gemessen. Die an der Universität von Salt Lake City, Utah, USA, durchgeführten Tests ergaben, dass die Stickoxid-Emissionen bei der Verbrennung der Biomasse-Kohle-Mischung rund 20 % niedriger waren als bei der Verbrennung von reiner Kohle.

Für die Tests der kombinierten Verbrennung von Kohle und Biomasse wurden die getrockneten und feingemahlenen Mikrokulturen von PetroAlgae mit dem Kohlenstaub getrennt in die Brennstoffdüse geblasen. Erst kurz vor der Verbrennung wurden beide Materialien vermischt, dabei erbrachte die Biomasse aus Mikrokulturen rund 10 % des gesamten Heizwertes.

Der neue Brennstoff wies gute Brenneigenschaften auf und war verglichen mit anderen Biobrennstoffen einfach zu handhaben. Siemens plant weitere Tests mit der Pilotanlage und mit höheren Mengen der speziellen Biomasse von PetroAlgae.