Siemens trennt sich vom Solargeschäft

Siemens nimmt eigenen Angaben zufolge im Zuge des angekündigten Unternehmensprogramms 2014 eine Änderung von Geschäftsstrategie und Aufstellung bei den erneuerbaren Energien vor. Das Unternehmen plant, sich von seinen Solargeschäften zu trennen. Man will sich künftig auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren.

22. Oktober 2012

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen, geringeren Wachstums und starken Preisdrucks in den Solarmärkten haben sich die Erwartungen im Bereich Solarenergie nicht erfüllt, so das Unternehmen. »Der globale Markt für Solarthermie ist von vier Gigawatt auf zuletzt etwas über ein Gigawatt zurückgegangen. Hier werden künftig Spezialanbieter ihre Stärken ausspielen können«, so Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Sektors Energy. Auch von den Photovoltaik (PV)-Aktivitäten der Division Solar & Hydro wolle man sich trennen. Für Solarthermie- und PV-Kraftwerke geeignete Produkte wie Dampfturbinen, Generatoren und Netz- und Leittechnik, die außerhalb der Division Solar & Hydro angesiedelt sind, wird das Unternehmen weiterhin anbieten.

Die beiden Business Units ›Solar Thermal Energy‹ sowie ›Photovoltaic‹ werden bei Siemens bis zur Veräußerung weitergeführt. Die beiden Business Units werden bilanziell als Discontinued Operations (nicht-fortgeführtes Geschäft) außerhalb des Sektor Energy berichtet. Die restlichen Geschäfte der Division Solar & Hydro, also das Wasserkraftgeschäft und die Lösungen für Energiespeicher, sollen im Sektor Energy verbleiben.

Der Sektor Energy soll künftig aus den Divisionen Fossil Power Generation (thermische Kraftwerke), Wind Power (Windkraft), Oil & Gas (Lösungen für die Öl- und Gasindustrie sowie kleine und mittlere thermische Kraftwerke) und Power Transmission (Stromübertragung) bestehen.