Sitzung des EPEX Spot Börsenrates

Kürzlich fand die sechste Sitzung des EPEX Spot Börsenrates in Wien statt. Thema war unter anderem die Preisbildung ein Jahr nach der EEG-Vermarktung an der Börse sowie einen Monat nach dem Start des CWE Market Coupling.

10. Dezember 2010

Nach der Einführung der Verpflichtung zum Verkauf der gesamten in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energie über die Börse (EEG-Gesetz in Verbindung mit der sogenannten AusglMechAV) habe der Markt seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die Liquidität habe deutlich zugenommen und die Preise seien weniger volatil als noch im Jahr 2009.

Zudem begrüße man den erfolgreichen Start des CWE Market Coupling Projekts, das die optimale Nutzung grenzüberschreitender Kapazität ermögliche und die Konvergenz der Preise begünstige. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens negativer Preise sei gesunken, da das CWE Market Coupling die Gesamtliquidität des Day-Ahead-Marktes erhöhe.

Die Mitglieder des Börsenrates erörterten weiterhin die möglichen Auswirkungen des am 24. November vom französischen Parlament verabschiedeten NOME Gesetzes auf den französischen Großhandelsmarkt umfassend. Durch das Gesetz werde mehr Wettbewerb auf dem Einzelhandelsmarkt ermöglicht, die Tarife für industrielle Verbraucher aufgehoben und die Marktkonzentration reduziert. Damit sollte das Gesetz positive Auswirkungen auf die Spothandelsvolumina haben, da kleinere Akteure nunmehr einen höheren ›Ausgleichsbedarf‹ haben werden.