SMA Solar Technology plant Stellenabbau

Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar Technology plant den Abbau von Stellen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat werden in den nächsten Wochen aufgenommen, teilte das Unternehmen mit.

16. Mai 2013

Der weltweite Solarmarkt werde sich 2013 erstmals seit vielen Jahren rückläufig entwickeln, teilte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon mit. Als Weltmarktführer sei man davon in besonderem Maße betroffen. Den starken Umsatzrückgang könne das Unternehmen in so kurzer Zeit nicht allein durch die bereits laufenden Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität und Materialkosteneinsparungen ausgleichen. Man sei deshalb gezwungen, die Personalstruktur in den nächsten Monaten an die veränderten Rahmenbedingungen und das geringere Umsatzniveau anzupassen. Angestrebt werde eine »sozialverträgliche Lösung«.

Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal 2013 Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von 1,2 GW (Q1 2012: 1,9 GW) und erzielte 212,3 Mio. € Umsatz (Q1 2012: 405 Mio. €). Der Umsatz lag innerhalb der eigenen Prognose von 190 Mio. € bis 220 Mio. €. Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 67,5 % vom Umsatz (Q1 2012: 61,2 %). Wesentliche Wachstumsimpulse seien im ersten Quartal 2013 von den USA, Japan, Australien und Thailand ausgegangen. Förderkürzungen in wichtigen europäischen Märkten, die weiterhin ungelöste Schuldenkrise sowie mögliche Strafzölle auf chinesische Module in Europa wirkten sich negativ auf die Nachfrage nach Solar-Wechselrichtern aus.

Trotz des starken Umsatzrückgangs sei es SMA gelungen, im Berichtszeitraum ein positives operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 9,4 Mio. € zu erwirtschaften (Q1 2012: 57,3 Mio. €). Das rückläufige Ergebnissei insbesondere auf die negative Absatzentwicklung, den veränderten Produktmix und den hohen Preisdruck zurückzuführen. Durch die Investition in die Infrastruktur habe sich das Abschreibungsvolumen auf 17,8 Mio. € (Q1 2012: 14,5 Mio. €) erhöht. Das operative Ergebnis (EBIT) sank unter anderem deshalb auf -8,4 Mio. € (Q1 2012: 42,8 Mio. €).

Der SMA Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für die SMA Gruppe für das Jahr 2013. Sie sieht bei einem Umsatz von 0,9 Mrd. € bis 1,3 Mrd. € ein bestenfalls ausgeglichenes Ergebnis vor. Einen Verlust könne der Vorstand nicht ausschließen.