Smart Home, aber sicher?

13 Prozent der Deutschen nutzen Smart-Home-Anwendungen, weitere 52 Prozent können sich dies mindestens in einem Bereich vorstellen. Doch Personen, die bisher keine solcher Anwendungen nutzen, hindern viele Hürden, sich entsprechende Smart Home-Geräte anzuschaffen. Das sind Ergebnisse einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov.

22. November 2017

Insbesondere im Energiebereich halten demnach die Verbraucher mit 40 Prozent Smart-Home-Anwendungen für sinnvoll – aber auch bei vielen Aspekten der Sicherheitstechnik mit 37 Prozent und Unterhaltungselektronik mit 38 Prozent. 

Sicherheitsbedenken

Vor allem beim Thema Sicherheit haben die Deutschen konkrete Bedenken, so die Ergebnisse der Studie „Risikobewusstsein im Smart Home-Bereich“.  Auf die Frage, welche der folgenden Sicherheitsrisiken die Deutschen beim Thema Smart Home für besonders kritisch halten, nennen 62 Prozent das Ausspionieren durch Hacker.

Aber auch die Gefahr, dass Daten in Hände Dritter gelangen sind mit 60 Prozent, oder dass Einbrüche durch gehackte Sicherheitstechnik passieren sind mit 58 Prozent Bedenken der Verbraucher.

„Anbieter von Smart Home Lösungen sollten das Thema Datensicherheit in den Mittelpunkt stellen. Wer nicht gewährleisten kann, dass die sensiblen Kundendaten bei ihm in sicheren Händen sind, wird langfristig keine Vorbehalte abbauen und vom großen Potenzial nicht profitieren“, so Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei Yougov.

Hilfe und Beratung gewünscht

Bei der Einrichtung von Smart Home-Geräten ist es den Kunden wichtig, hierbei nicht alleine gelassen zu werden, teilt das Marktforschungsinstitut weiter mit. Nur gut jeder zweite Smart-Home-Interessierte traue sich selbst eine sichere Einrichtung zu. Verweise auf vertrauenswürdige Partner bei der Beratung und Einrichtung könnten Bedenken gezielt zerstreuen.

Wie essenziell die Beseitigung der Hürden ist, zeigt die Studie ebenfalls, heißt es in der Mitteilung. 40 Prozent der Deutschen würden eher über eine Anschaffung von Smart Home-Anwendungen nachdenken, wenn sich Sicherheitsstandards verbessern würden.

Diese Personengruppe ist vor allem überwiegend männlich, unter 34 Jahren und besitze folglich eine hohe Affinität für soziale Netzwerke. „Außerdem sind Personen dieser Potenzialgruppe sehr interessant, da sie häufig zu den Early Adoptern gehören und dadurch andere beeinflussen können. Wenn Hersteller diese Gruppe von der Sicherheit ihres Systems überzeugen können, werden andere folgen“, so Braun.

Zur Studie

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende Yougov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen über 18 Jahren, die vom 15.08. bis 21.08.2017 durchgeführt wurde.

Der vollständige Report kann unter der Angabe von Kontaktdaten auf den Seiten von Yougov hier heruntergeladen werden.