So wird Strom zu Gas

Der Einsatz von etwa 930 TWh erneuerbaren Gasen erschließt den Flexibilitätsbedarf eines treibhausgasneutralen Energiesystems bis 2050. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung. Der volkswirtschaftliche Vorteil betrage 19 Mrd. Euro, heißt es.

13. Dezember 2017

Die Enervis-Studie Erneuerbare Gase – ein Systemupdate der Energiewende skizziert den Weg zu einem treibhausgasneutralen Energiesystem bis zum Jahr 2050, so das Beratungsunternehmen in einer Mitteilung.

 

Die Studie wurde den Angaben zufolge vom Bundesverband Windenergie (BWE) und der Initiative Erdgasspeicher beauftragt.

 

„Die Studie zeigt, dass ein treibhausgasneutrales Energiesystem in Deutschland im Jahr 2050 auf etwa 930 TWh Erneuerbare Gase zurückgreifen sollte“, heißt es.

 

Ein Einsatz erneuerbarer Gase sei für die Dekarbonisierung des Feedstocks der Industrie und für den Verkehr unabdingbar.

 

Im Wärmesektor entstünden durch die Nutzung darüber hinaus volkswirtschaftliche Kostenvorteile.

 

„Die im zukünftigen Energiesystem notwendige zeitliche und räumliche Flexibilität kann durch die vorhandenen Gasspeicher und Gasnetze erschlossen werden. Gasspeicher können so die vom Endenergieverbrauch abweichende Produktion Erneuerbarer Energien ausgleichen“, so Enervis.

 

Die Erzeugung erneuerbarer Gase über Power-to-Gas biete die Möglichkeit, die Gasspeicher und Gasnetze auch in einem treibhausgasneutralen Energiesystem zu nutzen, so Sebastian Klein, Prokurist bei Enervis.

 

Dies ermögliche den weiteren Einsatz von Erneuerbaren Gasen im Wärmemarkt.

 

„In Verbindung mit Power-to-Gas können Gasspeicher Flexibilität erneuerbar bereitstellen. Die Auswirkungen von Dunkelflauten sind dank der Gasspeicher also Geschichte“, sagt Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher.

 

Nach den Worten von BWE-Präsident Hermann Albers sei es leistbar, die Dekarbonisierung über alle Sektoren zu schaffen.