Solar: Mieterstrommodell in NRW vorgestellt

Markt
29. November 2016

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat die vom nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel vorgestellten landesweiten Förderprogramme für Mieterstrommodelle und Solarstromspeicher begrüßt. Die Mieter können künftig preiswerten Solarstrom vom Dach des Vermieters beziehen und profitieren somit wirtschaftlich von der Energiewende, so der Verband.

Während in Deutschland bereits eine Million Eigenheime über eine Solarstromanlage verfügen, liege das Solarpotenzial auf Mietsgebäuden bislang weitgehend brach. Der BSW erwartet, dass dieses Potenzial in den nächsten Jahren angehoben wird. Nach Schätzungen des Verbandes könnten bundesweit mittelfristig von Mietsgebäuden jährlich rund vier Milliarden kWh Solarstrom geerntet und vor Ort verbraucht werden.

Das zweite in Düsseldorf vorgestellte Förderprogramm unterstützt die Installation von Solarstromspeichern als Ergänzung größerer bestehender oder neuer Photovoltaik-Anlagen ab einer Leistung von 30kW. »Die neue Speicherförderung wird vielen Gewerbebetrieben in NRW die bedarfsgerechte Bereitstellung von Ökostrom erleichtern. Es ist gut, dass die Landesregierung hier eine Lücke geschlossen hat«, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Bezuschusst werden 50 Prozent der Ausgaben, die maximale Förderhöhe liegt bei 75.000 Euro pro Speicher. Mit einem Solarstromspeicher kann Solarstrom auch unabhängig von der aktuellen Intensität der Sonneneinstrahlung rund um die Uhr genutzt werden. Solarstrom sei so preiswert, dass immer mehr Menschen und Unternehmen große Teile ihres Strombedarfs mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage decken wollen.

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Erschienen in Ausgabe: 10/2016