Solar-Studie veröffentlicht

Über 2,1 Mio. deutsche Hausbesitzer planen in den nächsten 24 Monaten die Anschaffung einer Solaranlage im Wert von durchschnittlich 12.000 €. Somit liege das rechnerische Potenzial privater deutscher Nachfrager in den nächsten beiden Jahren bei über 25 Mrd. €. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Unternehmensberatung Batten & Company.

09. Mai 2011

Demgegenüber stehe eine völlig ineffektive Marktbearbeitung der deutschen Solaranbieter. Jeder zweite Hausbesitzer empfinde die Kommunikation der Anbieter als kaum bis gar nicht hilfreich für seine Kaufentscheidung. Für über 90 % der deutschen Hausbesitzer seien die Marken der Anbieter austauschbar. Und das, obwohl die Bedeutung starker Marken im Kaufprozess seit Jahren konsequent steige.

»Unternehmen der erneuerbaren Energien brauchen jetzt professionelle Marktbearbeitungsstrategien, wenn sie das Milliardenpotenzial heben wollen, das durch die aktuellen Ereignisse um Fukushima noch verstärkt wird. Die Branche hat die Märkte jahrelang am Kunden vorbei bearbeitet und sieht sich jetzt erstmals einer echten Nachfrage gegenüber, die sie nicht umwandeln kann«, so Björn Sander, Managing Partner und Leiter des Kompetenzzentrums Energie von Batten & Company.

Dass das Marktpotenzial für erneuerbare Energien und insbesondere die Solarenergie riesig ist, sei nicht neu. Neu sei aber, dass im Markt erstmals eine echte private Nachfrage entstehe. Das zeige sich beispielsweise darin, dass die staatliche Förderung mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle bei der Anschaffung einer Solaranlage spiele. 75 % der privaten Nachfrager beziehen laut der Studie die Entwicklung der Einspeisvergütungen nur noch bedingt bis überhaupt nicht mehr in ihre Kaufentscheidung ein. Nur noch 24 % empfinden schwankende staatliche Förderungen als Hindernis für die Anschaffung.