Solarstrom-Speicher werden gefördert

Die Solarbranche begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung die Markteinführung von Batteriesystemen zur Solarstromspeicherung zu fördern.

26. April 2013

Die Finanzierung des neuen Förderprogramms ist gesichert, wie vom Bundesumweltministerium bestätigt wurde. Ab Mai wird der Staat den Kauf neuer Batteriespeicher für Solarstromanlagen mit bis zu 660 €/kWh Solarstromleistung bezuschussen. Im ersten Jahr werden Fördermittel in einem Umfang von 25 Mio. € bereitgestellt und von der KfW Bankengruppe vergeben.

»Wir rechnen mit einer regen Nachfrage. Solarstromanlage und Solarstromspeicher im Doppelpack sind eine hervorragende Klimaschutzgarantie«, so Dr. Günther Häckl, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Das Interesse an Batteriespeichern besonders bei Betreibern von kleinen Solarstrom-Anlagen bis 10 kW Anlagenleistung ist groß. Das zeigte eine Umfrage bei Anbietern von Speichern für Solaranlagen, die der BSW-Solar Ende 2012 durchgeführt hat. Doch der Absatz spiegle das bislang nicht wider. Das größte Hindernis für den Verkauf von Batteriespeichern seien hohe Investitionskosten. »Die neuen Förderzuschüsse werden den Speichereinsatz nun beflügeln. Wenn der Speichermarkt in Schwung kommt, sind angesichts der großen Nachfrage sinkende Kosten aufgrund von Skaleneffekten und technologischen Fortschritten zu erwarten«, so Häckl. Der Verband erklärt in einem Informationspapier das neue Förderprogramm und gibt Rechenbeispiele.

Die Nutzung dezentraler Energiespeicher gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Batteriespeicher helfen, das sonnenscheinabhängige Solarstromangebot mittels Zwischenspeicherung an die individuelle Stromnachfrage anzupassen. Sie verringern so auch den Bedarf, die lokalen Stromnetze für die Aufnahme größerer Anteile erneuerbarer Energien auszubauen.