Solarworld erwirbt Teile der Solarsparte von Bosch Solar

Die Solarworld AG hat laut Ad-hoc-Mitteilung vom 26. November einen Vertrag über den Erwerb von Teilen der Solarsparte der Robert Bosch GmbH unterzeichnet.

26. November 2013

Durch den Kauf übernimmt die Solarworld AG am Standort Arnstadt, Thüringen, eine Zellfertigung der Bosch Solar Energy AG mit einer Produktionskapazität von 700 MW sowie eine Modulfertigung mit einer Kapazität von 200 MW.

Die zu diesem Zweck neu gegründete Gesellschaft Solarworld Industries-Thüringen GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Solarworld AG, wird im Rahmen eines sogenannten ›Asset Deals‹ einen großen Teil der Produktionsanlagen und weitere Vermögensgegenstände der Bosch Solar Energy AG übernehmen. Rund 800 Mitarbeiter sollen am Standort Arnstadt in den Bereichen Zelle und Modul weiterbeschäftigt werden. Der Kauf wird die Finanzmittel der Solarworld AG nicht reduzieren, hieß es in der Mitteilung.

Nach Abschluss der Transaktion wird der Solarworld-Konzern auf den Wertschöpfungsstufen Wafer, Zelle und Modul über Produktionskapazitäten von gut einem Gigawatt verfügen. Es ist geplant, dass die Solarworld die bestehenden Zell- und Modulkunden der Bosch Solar Energy AG weiter beliefert. Mit ihren monokristallinen Hochleistungszellen ergänzt die neue Produktionstochter in Arnstadt das technologische Portfolio des Solarworld-Konzerns. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur stetigen Verbesserung der Hocheffizienzsolarzelle sollen gebündelt werden, um dem Konzern weitere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und weitere Kostenreduktionen zu ermöglichen.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe sowie weiterer Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktion (›Closing‹) ist zum Ende Februar 2014 beabsichtigt.