Der April 2020 war ungewöhnlich sonnig. Das schlägt sich auch in der Stromerzeugung nieder. Das zeigen vorläufige Zahlen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

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„Zu verdanken ist dieser Wert jedoch nicht nur den vielen Sonnenstunden, sondern auch dem Zubau von Photovoltaik-Anlagen. Im vergangenen Jahr sind laut der Bundesnetzagentur 3.864 Megawatt (MW) Erzeugungskapazität hinzugekommen. Damit betrugen die PV-Kapazitäten in Deutschland Ende vergangenen Jahres 49.125 MW“, heißt es in einer Mitteilung von ZSW und BDEW.

Kritik an Mengengrenze für PV

„Damit wir Sonnenenergie in Zukunft noch besser für die Stromerzeugung nutzen können, muss der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen weiter vorangetrieben werden. Die CO2-freie Stromproduktion muss angesichts der immer sichtbarer werdenden Folgen des Klimawandels deutlich beschleunigt werden“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

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Aktuell stehe dem jedoch der 52-GW-Deckel für die Photovoltaik-Förderung im Weg.

Im April des vergangenen Jahres lag die Erzeugung bei 5,6 Mrd kWh. Selbst im Hochsommermonat Juli 2019 waren es lediglich 6,3 Mrd. kWh.

„Das Jahr 2019 hat gezeigt, dass die Photovoltaik ihren Beitrag zur Transformation des Stromsystems und damit auch zum Klimaschutz zu leisten vermag. Wir werden bis 2030 jedes Jahr mindestens sechs Gigawatt, besser zehn Gigawatt Photovoltaikleistung angesichts von steigendem Strombedarf durch Sektorenkopplung installieren müssen, um das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung erreichen zu können“, sagt Prof. Dr. Michael Powalla, Vorstandsmitglied des ZSW.

„Es ist daher mehr als unverständlich, dass die bereits im Herbst 2019 im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung beschlossene Abschaffung des 52-GW-Deckels nicht Teil des vom Bundeswirtschaftsministerium am 27. April vorgelegten Entwurfs zur EEG-Novelle ist.“