Staatliche Belastungen am Strompreis doppelt so hoch

BDEW zur Preisentwicklung.

24. April 2009

Die staatlichen Belastungen am Strompreis für Haushalte sind gestiegen und liegen inzwischen mehr als doppelt so hoch wie 1998 zu Beginn des Wettbewerbs im Strommarkt: Der Betrag für Steuern und Abgaben wuchs von gut 12 € auf knapp 26 € im Monat. Das ermittelte der Berliner Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Diese staatliche Belastung mache 2009 im Bundesdurchschnitt rund 40 % (1998: 25 %) der Stromrechnung eines Drei-Personen-Musterhaushalts aus. Anfang April 2009 zahlte ein Musterhaushalt durchschnittlich rund 67 € im Monat für Strom. Das waren etwa 7 % mehr als im Vorjahr, so der Branchenverband. »Die Strompreiserhöhungen am Jahresanfang sind vor allem auf die Entwicklung der Großhandelspreise an der Strombörse zurückzuführen. Denn viele Unternehmen beschaffen den Großteil des Stroms für Haushaltskunden ein bis zwei Jahre im Voraus«, erläuterte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Damals habe das durchschnittliche Preisniveau an der Börse deutlich höher gelegen als in den vergangenen Monaten.