Stadtwerke Duisburg prüft Bau eines Wasserkraftwerks an der Ruhr

Ein Laufwasserkraftwerk in der Nähe der Ruhr-Mündung könnte in Zukunft grünen Strom für Duisburg liefern. Die Stadtwerke Duisburg AG prüft derzeit den Bau einer entsprechenden Anlage am Ruhrwehr in Duisburg-Ruhrort. Sollte das Projekt wirtschaftlich zu realisieren sein, würde die Entscheidung zum Bau voraussichtlich noch 2012 fallen.

05. März 2012

»In den vergangenen Jahren haben wir gezielt in erneuerbare Energien investiert«, erklärt Dr. Hermann Janning, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG. »Das Wasserkraftwerk am Ruhrwehr wäre unsere größte eigene Anlage in Duisburg mit der wir zeigen wollen, wie wir erneuerbare Ressourcen vor Ort sinnvoll nutzen können. Neben unseren bereits laufenden Projekten würden wir damit einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten«, so Janning weiter.

Seit 2010 arbeiten Ingenieure des Unternehmens an Plänen für ein Wasserkraftwerk in der Stadt. Als möglicher Standort wurde dabei das vom Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich betriebene Ruhrwehr untersucht. Da das bestehende Wehr den Fluss an dieser Stelle bereits aufstaut, könnte am Südufer ein Kraftwerk zur Stromerzeugung sinnvoll ergänzt werden. Durchgeführte Bodenuntersuchungen haben die notwendige Tragfähigkeit des Untergrunds bestätigt. Betrachtet werden derzeit verschiedene Anlagenvarianten mit einer Leistung von 2,5MW. 50 m3 Wasser pro Sekunde würden dann bei einer mittleren Fallhöhe von 4,5 m eine Turbine antreiben. Auf diese Weise könnten im Jahr bis zu 10 Mio.kWh Strom für etwa 25.000 Haushalte erzeugt werden. Im Frühjahr wollen die Stadtwerke Duisburg das Projekt europaweit ausschreiben und anschließend das Genehmigungsverfahren einleiten.