Stadtwerke Heidelberg bauen Gasheizkraftwerk

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg hat grünes Licht für die konkrete Planung eines Gas-Heizkraftwerks mit einer Leistung von 50MWel und 50MWth gegeben.

11. Oktober 2012

Das Kraftwerk sei ein wichtiger Schritt, um das Ziel der Stadtwerke zu erreichen, bis zum Jahr 2017 nur noch Strom ohne Atomkraft anzubieten. »Die Anlage wird unsere bisherige Eigenerzeugungs-Kapazität vervielfachen«, sagt Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg. »Mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro ist diese Anlage die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Stadtwerke Heidelberg.«

Voraussichtlicher Bauplatz für die Anlage ist das Werksgelände der Stadtwerke Heidelberg im Pfaffengrund – dort, wo bis in das Jahr 1986 der als ›Dicker Bergmaier‹ bezeichnete Gaskessel die Silhouette der Stadt prägte.

»Zusammen mit dem Holz-Heizkraftwerk wird dort ein Energiepark für die Energiewende in Heidelberg entstehen«, berichtet Michael Teigeler, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Stadtwerke Heidelberg Energie. Ein positives Prüfergebnis vorausgesetzt, soll dort auch die geplante Geothermieanlage angesiedelt werden.

»Sobald die Planungen konkret genug sind, um die lokalen Wirkungen abzuschätzen, suchen wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort«, so Irmscher. »Die Standards bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, die wir beim Holz-Heizkraftwerk gesetzt haben, wollen wir auch bei den nächsten Schritten zur Umsetzung unserer Energiekonzeption einhalten.«

Die Stadtwerke Heidelberg haben sich in ihrer Energiekonzeption 2020 das Ziel gesetzt, nur noch Strom ohne Atomkraft zu liefern und darüber hinaus eine ökologische Wärmeversorgung zu sichern.