Stadtwerke kommen mit EMIL durch die Urlaubszeit

IT & Kommunikation

Dienstleistung - Komplexe Geschäftsprozesse innerhalb der Fristen BNetzA-konform umzusetzen ist auch mit guter Software schwierig, wenn Personalengpässe bestehen. Softwareanbieter helfen als Dienstleister.

01. August 2012

>Für die meisten Versorger waren die vergangenen Jahre ein Kraftakt: Zur vom Gesetzgeber geforderten Anpassung und Aufsplittung der Geschäftsprozesse fehlte es an genügend Mitarbeitern. Aktuell sind viele EVU unter Hochdruck damit beschäftigt, die an den rollierenden Lieferantenwechsel angepassten GPKE- und GeLi-Gas-Prozesse sowie die Wechselprozesse im Messwesen (WiM) unternehmensintern umzusetzen. Der elektronische Datenaustausch im Rahmen des Lieferantenwechsels hat nach deren Inkrafttreten die bereits bestehenden Formatregelungen nochmals deutlich verschärft. »Immer mehr Stadtwerke kommen an den Punkt, wo sie die laufenden Aufgaben im IT-Bereich mit ihren eigenen Mitarbeitern kaum noch bewältigen können«, so Dr. Volker Kruschinski, Vorstand der Schleupen AG.

Der gleichzeitige Kostendruck, aber auch der Fachkräftemangel machen in vielen Fällen den Ausbau der eigentlich notwendigen Personalressourcen unmöglich. In Folge sind viele Unternehmen aufgrund der gesetzlichen ›Unbundling‹-Vorgaben und den damit verbundenen organisatorischen und prozessualen Veränderungen kaum noch in der Lage, ihre Kerngeschäftsprozesse angemessen abzuwickeln. Mit den Zwangsgeldern der BNetzA, die im vier- bis fünfstelligen Bereich liegen sollen, rechnet sich externe Hilfe für Versorgungsunternehmen sehr schnell.

Deshalb unterstützen Softwareanbieter wie die Schleupen AG ihre Kunden inzwischen mit verschiedenen Service- und Betreuungskonzepten beim Management und Betrieb der Software-Anwendungen und IT-Systeme. Ein methodisch und fachlich speziell ausgebildetes Schleupen-Team übernimmt dabei je nach Bedarf kurz- oder langfristig die Abwicklung von Prozessen beim Versorgungsunternehmen und hilft so, personelle Engpässe zu entschärfen.

Umfassendes Angebotsspektrum

Der Grad der Unterstützung und Betreuung reicht von IT-Services/Dienstleistungen, die Remote oder von Schleupen-Mitarbeitern vor Ort erbracht werden, über die Abwicklung von einzelnen Geschäftsprozessen bis hin zur Gesamtübernahme der IT-Infrastruktur vor Ort. Durch diese fachliche und prozessuale Unterstützung erreicht der Kunde den nötigen Freiraum, um sich mit seinen Kernkompetenzen optimal am Markt aufzustellen.

»Unsere Mitarbeiter verfügen über das notwendige Branchen-, Geschäfts- und Technologie-Know-how, um die Services der Geschäftsprozesse jederzeit sicherzustellen«, so Kruschinski weiter. Besonderen Wert legt man bei Schleupen auch auf die gemeinsam festgelegten Service-Level-Agreements (SLA), anhand derer die Qualität und der Umfang der Leistungen definiert und gemessen werden.

Neben der Nutzung des Dienstleistungsangebots melden viele Versorgungsunternehmen ihre Mitarbeiter außerdem zu fachlichen und methodischen Fortbildungen bei der Schleupen.Akademie an, damit sie die Geschäftsprozesse nach und nach wieder selbst bearbeiten können.

Kurzfristiger bedarf

Besonders in der Ferienzeit oder bei hohem Krankenstand haben die Versorger oft kurzfristig Bedarf, wenn für die anspruchsvollen IT-Aufgaben qualifiziertes Personal fehlt. Mit einer integrierten, skalierbaren Lösung für den Betrieb und die technische Wartung können solche Personalengpässe vermieden werden. Unter dem Kürzel EMIL (Effizientes Management von IT-Lösungen) übernimmt Schleupen neben dem System- auch das Anwendungsmanagement, damit die Abrechnungs- und Kundenprozesse jederzeit reibungslos funktionieren. Der Softwarespezialist beschränkt seine Dienstleistungsangebote dabei nicht nur auf die eigene Software. Auch bei Problemen mit Standard-Software steht den Kunden das Know-how der IT-Experten zur Verfügung.

Neben den anhaltenden gesetzlichen Anforderungen des Gesetzgebers stehen die Stadtwerke auch durch den forcierten Ausbau des Bereichs Erneuerbare sowie die Aufgabe, eine funktionierende Infrastruktur und Prozesse für das neue Geschäftsfeld eMobility aufzubauen, vor der nächsten großen Herausforderung. »Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungsangeboten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Viele Stadtwerke, die in den Anfängen punktuell Unterstützung gesucht haben, sourcen inzwischen ganze Prozesse komplett an uns aus«, so Kruschinski.

Erschienen in Ausgabe: 06/2012