Stadtwerke Kulmbach setzen mobiles Blockheizkraftwerk ein

Um das städtische Hallen- und Freibad auch in Spitzenzeiten sicher mit Wärme und Strom versorgen zu können, haben sich die Stadtwerke Kulmbach, Mitglied des Initiativkreises Stadtwerke Nordbayern, für ein mobiles Blockheizkraftwerk (BHKW) entschieden. Es wird je nach Saison in einem der Bäder eingesetzt.

02. Juni 2014

Ab September unterstützt das mobile BHKW die Energieversorgung des Hallenbades. Zur Sommersaison wird es auf einen Anhänger verfrachtet und in das Freibad transportiert. Dann sorgt es dort für warmes Wasser und Strom.

Der Betrieb an zwei Standorten macht das BHKW besonders effektiv, denn es kann das ganze Jahr über, ohne längere Pausen, genutzt werden, so die Stadtwerke. Da es teilweise mehr Strom erzeugt, als in den Bädern benötigt wird, kann ein ›Überschuss‹ in das vorgelagerte Netz eingespeist werden. »In der Summe sparen wir durch das BHKW bis zu 36 Prozent Primärenergie im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung ein. Weiterhin werden die laufenden Kosten für Energiebezug deutlich gesenkt«, erläutert Dipl.-Ing. (FH) Oliver Voß, stellvertretender Werkleiter (technischer Bereich) der Stadtwerke Kulmbach. Seit Februar 2013 ist die Anlage in Betrieb. Im ersten Jahr ihrer Laufzeit wurden rund 45.000 € Energiekosten eingespart, so die Stadtwerke weiter. »Damit amortisiert sich die Anschaffung des BHKW in circa sechs Jahren«, prognostiziert Voß. Bei der Planung gingen die Verantwortlichen von einem Betrachtungszeitraum von 15 Jahren aus. Das BHKW funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Es erzeugt insgesamt 94,6 kWth und 50 kWel. Der Gesamtwirkungsgrad beträgt 96 %.

Für die Stadtwerke Kulmbach ist nachhaltige Energieerzeugung ein wichtiges Thema. Deshalb betreiben sie in der Stadt mehrere BHKWs, unter anderem im Zentralklärwerk, im eigenen Betriebsgebäude an der Hofer Straße, in der Gasübergabestation II in Kulmbach, sowie in der Hans-Edelmann-Schule Ziegelhütten und in der Max-Hundt-Schule Wickenreuther Allee.