Stadtwerke liefern wichtigen Beitrag zur Energiewende

Trotz der schwierigen Marktbedingungen konnten die kommunalen Stromversorger ihren Erzeugungspark in 2012 noch einmal leicht erweitern. Das ergab die jährliche Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

10. September 2013

Demnach befinden sich aktuell 20.434 MW im Betrieb durch deutsche Stadtwerke, was im Vergleich zu 2011 (19.718 MW) einen Anstieg von 3,6 % bedeutet. Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) liegt konstant bei 43,5 %, der Anteil erneuerbarer Energien ist von 8,7 % auf 11,4 % gestiegen. Gemessen an der in Deutschland am Jahresende 2012 laut Jahresbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA) installierten Nettonennleistung in Höhe von 174,1 GW ist der Marktanteil allerdings rückläufig und liegt bei 11,7 % (2011: 12,6 %). Ursache dafür ist der überproportionale Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland, deren Anteil an den installierten Anlagen 2012 schon bei rund 44 % lag, während sie nur gut 23 % zur Stromerzeugung beitragen konnten. Der Anteil der Stadtwerkeanlagen an der in Deutschland sicher verfügbaren Leistung aus KWK und Kondensationskraftwerken lag hingegen bei 18 %.

Die deutschen Stadtwerke lieferten 2012 damit wichtige Beiträge zur Energiewende, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. »Ihre besondere Stärke liegt in der verlässlichen Bereitstellung von Versorgungssicherheit. Sie setzen dabei vor allem auf die Kraft-Wärme-Kopplung, auf Gas als Brückentechnologie und auf die erneuerbaren Energien als Lieferanten von „Energiewende-Strom«. Besonders engagiert seien die kommunalen Unternehmen bei den Kraftwerken, die sie im eigenen Versorgungsgebiet betreiben. Hier lag der Anteil der ›Energiewende-Anlagen‹, also erneuerbare Energien und hocheffiziente KWK, sogar bei 72 %. »Kommunale KWK-Anlagen und Gaskraftwerke produzieren den Strom, der für den Ausgleich der schwankenden Einspeisung der erneuerbaren Energien notwendig ist und für unsere Versorgungssicherheit sorgt. Das entspricht auch dem Selbstverständnis kommunaler Unternehmen: Wir wollen eine verlässliche und hochwertige Versorgung mit grundlegenden Infrastrukturgütern gewährleisten«, so Reck weiter.