Stadtwerke Rosenheim nehmen 9,5-MW-Gasmotor in Betrieb

Rosenheim kann 40% seines Strom- und 20% seines Wärmebedarfes nun selbst decken. Die Stadtwerke haben dafür einen neuen Gasmotor mit 9,5MW offiziell in Betrieb genommen. GE in Jenbach hat den Gasmotor mit dem Namen J920 Flextra entwickelt, der im KWK-Betrieb einen Wirkungsgrad von rund 90% erreichen kann.

23. April 2013

Die Stadtwerke sind das erste Unternehmen, die diesen nun einsetzen. Die integrierte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) der Stadtwerke Rosenheim umfasst darüber hinaus eine bereits bestehende Müllverbrennungsanlage und vier ebenfalls bereits installierte Jenbacher Motoren – drei Motoren des Typs J620 mit je 3,35MW und ein Modul des Typs J624 mit zweistufiger Aufladung und einer Leistung von 4,4MW.

Die aufgerüstete KWK-Anlage des Unternehmens erzeugt nunmehr 36,1MW Strom und 43,8MW Wärme. Sie deckt künftig etwa 40% des Strombedarfs und 20% des Wärmebedarfs von Rosenheim, einer Stadt mit mehr als 61.000 Einwohnern.

Die vier vorhandenen Heißwasser-Wärmespeicher am Standort ermöglichen zudem in gewissem Maße, die Wärmeerzeugung vom Bedarf zu entkoppeln, so dass die Stadtwerke unter anderem Regelleistung anbieten können. Künftig ist ein weiterer Heißwasser-Wärmespeicher geplant.

Außerdem steigert die Anlaufzeit von etwa fünf Minuten des J920 Flextra die betriebliche Flexibilität der Stadtwerke Rosenheim, die unter anderem für die Bewältigung von Versorgungsschwankungen gefordert ist. Diese können aus der steigenden Zahl von Anlagen zur Nutzung von Windkraft, Sonnenenergie und sonstigen erneuerbaren Energien resultieren.

»Unsere neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage auf Basis der Technologie von GE ermöglicht es uns, unseren industriellen und privaten Kunden Strom und Wärme zuverlässig, effizient und flexibler bereitzustellen«, so Dr. Götz Brühl, CEO der Stadtwerke Rosenheim. Die Anlage ist auf einen elektrischen Wirkungsgrad von 48,7% ausgelegt, der sich im KWK-Einsatz auf rund 90% erhöht.