Starke Impulse aus Osteuropa

TURBINEN Einer neuen Untersuchung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zufolge wird der europäische Markt für Gasturbinen bis zum Jahr 2015 stark wachsen.

18. August 2006

Für den Zeitraum 2011 bis 2015 schätzt Harald Thaler, Research Manager bei Frost & Sullivan, dass der Anteil des mit Hilfe von Gasturbinen gewonnenen Stroms in Europa um rund 40.000 GW steigen wird. „Insbesondere die Bestrebungen, die hochwertige Kraft-Wärme-Kopplung einzusetzen, um den Energiebedarf in der Industrie abzudecken, werden die Nachfrage nach Gasturbinen steigern. Dieser Prozess wird außerdem durch fortwährende Innovationen und technische Weiterentwicklungen unterstützt.“

Gleichzeitig beobachtet Thaler eine Veränderung der Wettbewerbslandschaft. Die Deregulierung des EU-Energiemarktes und der Einstieg der osteuropäischen Länder in den Emissionshandel werde dazu führen, dass sich der Anteil der Neuinstallationen von Gasturbinen nach Mittel- und Osteuropa verschiebt. So erwartet Thaler für Osteuropa einen Anstieg von 9,2 % in 2004 auf 46 % in 2010. Gleichzeitig soll die Zahl der Neuinstallationen in Westeuropa im selben Zeitraum von rund 74 auf 42 % zurückgehen.

Verstärkt werde der Trend durch den zunehmenden Stromverbrauch in Osteuropa. Für den Zeitraum von 2005 bis 2010 soll die jährliche Wachstumsrate in Mittel- und Osteuropa (ohne Türkei) bei 3 % liegen. Dabei werden Kroatien und Slowenien den größten Anteil ausmachen.

Erschienen in Ausgabe: 08/2006