Startup & Go

Retten Startup-Unternehmen die Energiewirtschaft? Sie setzen zumindest neue Impulse. Jetzt konnten in Aachen mehrere Jungunternehmer ihre Geschäftsideen vorstellen. Sie stehen für die neue Energiewirtschaft, in der sich (fast) alles um Daten dreht.

12. Oktober 2016

Sechs Startups stellten sich auf dem BET-Energieforum in Aachen dem Publikum und der Jury vor.

 

Sie hatten sich zuvor in einem Auswahlverfahren für das Finale qualifiziert hatten, so BET in einer Mitteilung.

 

Schwungradspeicher 

 

Mit einem Preis ausgezeichnet wurde Adaptive Balancing Power aus Darmstadt. Das Unternehmen hat einen neuartigen Schwungradspeicher entwickelt.

 

Bislang gibt es den Angaben zufolge zwei verschiedene Prototypen.

 

„2017 kommt mit einem 250 kW-Speicher ein erstes kommerzielles Produkt auf den Markt“, so BET in einer Mitteilung.

 

Es ermöglicht eine Speicherbarkeit von ein bis zwei Tagen und soll vor allem auf Inseln mit regenerativen Energien zum Einsatz kommen, um fluktuierende Einspeisung kurzzeitig abzufedern.

 

„Die Auszeichnung ehrt uns und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit BET“, so Christian Schäfer, Co-Founder des Startup. Das Unternehmen erhält als Preis Beratungsleistungen von BET.

 

Partnersuche

 

Ebenfalls ins Rennen ging Energieloft. Das Unternehmen unterstützt Energieversorger auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen.

 

Dafür stellt es Informationen zu wissenschaftlichen Projekten sowie Start-ups zur Verfügung und vermittelt Kooperationen.

 

Software as a service 

 

Logarithmo nutzt in Universitäten gewonnenes Wissen als Basis für seine Internetplattform. Online werden Berechnungs-Tools als Software-as-a-Service für die Energiebranche angeboten, speziell für den Handel und den Netzbetrieb.

 

Gridhound bietet Software-as-a-Service an, und zwar Werkzeuge zur Netzüberwachung und - Steuerung von Verteilnetzen. Insbesondere bei Netzen mit hoher Erneuerbaren-Einspeisung könne Gridhound die Betriebeffizienz steigern.

 

Speichersteuerung

 

Grid X bietet eine herstellerunabhängige Steuerungsbox für die Stromspeicher von Privathaushalten an. Die Geschäftsidee dahinter ist, sowohl mit dem Verkauf beziehungsweise der Vermietung der Box als auch mit der Datenanalyse und Erlösen aus dem Regelenergiemarkt Geld zu verdienen.

 

Kunden-App

 

Eine digitale App-basierte Lösung zur Kundenbetreuung und -bindung bietet Energie Spar Schein mit ihrem gleichnamigen Produkt an, das auch als White-Label-Lösung erhältlich ist. Kunden bekommen über die entsprechende App beispielsweise Energiespartipps und können Quizfragen beantworten. Dabei können sie Punkte sammeln, für die der Energieversorger Gegenleistungen erbringen kann.

 

„Mit der Resonanz des Start-up-Awards sind wir mehr als zufrieden“, so Klaus Neuhäuser, von BET. „Wenn man sich ansieht, mit welchen Ideen Jungunternehmer an der Weiterentwicklung der Energiewirtschaft arbeiten, stimmt das zuversichtlich im Hinblick auf das Thema Transformation der Branche.“

 

Jüngst hat der Verband kommunaler Unternehmen seinen Mitgliedern geraten, mit Start-ups der Digitalbranche zusammenzuarbeiten. Dafür wurde ein Innovationsprojekt gestartet.