Statkraft liefert erstmals Minutenreserve aus Windkraft

Der von Statkraft direktvermarktete Windpark Dornum lieferte im Januar 2015 erfolgreich 5 MW negative Minutenreserve. »Zum ersten Mal ist eine Anlage mit fluktuierender Erzeugung in der Lage, zur Netzstabilität beizutragen«, so Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets.

12. Februar 2015

Für den Nachweis der Erbringung von Minutenreserve galt dabei das klassische Fahrplanverfahren wie bei konventionellen Kraftwerken, so Göbel. »Das ist eine Revolution. Wir wollen jetzt weitere moderne Windkraftanlagen für die Minutenreserve präqualifizieren.« Statkraft begegnet damit eigenen Angaben zufolge einem zentralen Kritikpunkt an erneuerbaren Energien: ihrer fehlenden Systemintegration.

Als Unternehmen, dessen Hauptstrategie seit langem auf den Erneuerbaren liegt, wird Statkraft eigenen Angaben zufolge sein Ziel weiter vorantreiben, Erneuerbare vollständig in den Markt zu integrieren. Schon heute steuert und vermarktet Statkraft in Europa über 12.000 MW Strom aus Erneuerbaren – knapp 90 % davon als Dienstleister für Dritte. Ein Ziel der Energiewende ist der kontinuierliche Ausbau von erneuerbaren Energien. Für Statkraft sind darüber hinaus grenzüberschreitende Leitungen und dezentralisierte Energielösungen ebenso wichtige Pfeiler, teilt das Unternehmen mit. Um letztendlich das Gesamtziel von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit von Energie zu erreichen, werde jedoch ein neues Marktdesign benötigt. Insbesondere Versorgungssicherheit könne nur über die Einführung von Kapazitätsmechanismen erreicht werden.