Status quo immer im Blick

Emissionsmessung per Software

Um die EU-Richtlinien zum Emissionshandel einzuhalten, ist die exakte Messung und Aufzeichnung der Emissionswerte unerläßlich. Softwaregestützte Systeme sind dafür ideal, da sie präzise und (kosten)effizient arbeiten.

18. Mai 2005

Stickstoffoxid- und Kohlendioxidemissionen entstehen nicht nur in Kraftwerken, sondern beinahe überall, wo produziert und raffiniert wird. Als Unterzeichner des Klimaprotokolls von Kyoto hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2010 um 21 % gegenüber 1990 zu verringern. Unternehmen, die diese Ziele kosteneffektiv erreichen wollen, sind nicht nur auf Software zur Energieeinsparung und Emissionsreduzierung angewiesen, sondern auch auf einen funktionierenden Emissionshandel. Hier führen unterschiedliche Ansätze zum gleichen Ziel - die kosteneffektive Reduzierung von Emissionen.

Die optimale Lösung kombiniert ein softwarebasiertes Predictive Emissions Monitoring System (PEMS) zur Emissionsüberwachung mit einem Echtzeit-Datenverwaltungs- und -berechnungssystem für Performance Management und Dokumentation. Software PEMS überwachen die Emissionen zu einem Bruchteil der Kosten und ebenso präzise, aber deutlich zuverlässiger als Hardware-Systeme.

Dank eines Sensorenüberprüfungssystems können Prozeßsensoren in der Regel eine Uptime von 99 % erreichen. Hardware-Systeme erfordern dagegen eine ständige, auch auf Notfälle zielende Wartung und erreichen damit lediglich 95 % Uptime. Darüber hinaus kann ein Hardware-System keine verlorenen Emissionsdaten wiederherstellen. Software-Systeme sind dazu sehr wohl in der Lage, vorausgesetzt, die Prozeßdaten werden behalten. Die Pavilion Lösung Software CEM war das erste von der US-Umweltschutz­behörde EPA genehmigte PEMS und wurde bereits über 210 Mal installiert.

Hardware zu statisch

Ein PEMS wird um dynamische Performance Management Software ergänzt. Damit lassen sich detaillierte Echtzeitberichte erstellen, die Unternehmen helfen, sowohl umweltbezogen als auch wirtschaftlich eine bessere Leistung zu erzielen. Statische Hardware-Überwachungssysteme sind dagegen auf manuelle Dateneingabe und langwierige Offline-Berechnungsmethoden angewiesen. Softwarelösungen automatisieren den gesamten Prozeß von der Datenerfassung und -übertragung, über die Kostenabrechnung bis hin zum Bericht.

Dafür, daß Umweltbeauftragte den Status quo jederzeit im Blick haben, sorgt Software wie ‚Envisage‘ von Pavilion Technologies. Sie eignet sich für Industriezweige, die Grenzwerte für Brennstoffrückstände, Abwässer und Luftverschmutzung einhalten müssen. Mit Hilfe einer intuitiven, webbasierten Oberfläche bietet Envisage Performance Management, Datenaufzeichnung und Reporting. Dadurch, daß Unternehmen jederzeit die aktuellen Emissionswerte abrufen können, steht von technischer Seite weder dem Handel mit Emissionsrechten noch der Einhaltung von Umweltrichtlinien etwas entgegen. (Paul Reinermann, Pavilion Technologies)

Erschienen in Ausgabe: 03/2005