Steag leitet Kraftwerk Botswana

In Rekordzeit übernimmt Unternehmenstochter SES die Betriebsführung eines 600MW-Kraftwerks im südlichen Afrika.

20. Februar 2014

In Rekordzeit hat die Steag Energy Services (SES) auf eine Anfrage des staatlichen Energieversorgers in Botswana, der Botswana Power Corporation (BPC), reagiert: Bereits zum Jahreswechsel übernahm das Essener Energieunternehmen die Betriebsführung für das 600 MW Kraftwerk ›Morupule B‹ in Botswana. Erst Ende November verhandelten Vertreter der Steag mit der BPC unter den Augen des botswanischen Energieministers, seit Weihnachten ist die Betriebsmannschaft aus deutschen Ingenieuren und indischen Kraftwerkern bereits vor Ort.

Das Kraftwerk Morupule, das rund 280 km nordöstlich der Landeshauptstadt Gaborone liegt, ist von entscheidender Bedeutung für die Versorgung des Landes. In Zukunft ist geplant, dass mehr als 90 % der Stromerzeugung der BPC am Standort Morupule erfolgen soll. Projektleiter Ralf Nagel erläutert die Bedeutung des Kraftwerkes in der Region: »Um die Abhängigkeit von den Stromimporten aus Südafrika zu reduzieren, ist ein stabiler Betrieb des Kraftwerks Morupule B unerlässlich.« Mit zum Einsatz-Team der Steag gehören auch zwei Experten der Stadtwerke Duisburg, die ihr Fachwissen im Betrieb von wirbelschichtgefeuerten Kesseln einbringen konnten.

Für Steag ist dieses Projekt nach eigenen Angaben als Referenzprojekt für die Akquisition weiterer Betriebsführungen und Instandhaltungen im südlichen Afrika relevant. Mittelfristig plane BPC, den Standort Morupule um zusätzliche Kraftwerksblöcke zu erweitern und bestehende Altanlagen zu ertüchtigen.