Strabag verschiebt Investitionen in Offshore-Wind

Der Baukonzern Strabag schiebt eigenen Angaben zufolge seine geplanten Investitionen im Bereich Schwerkraftfundamenttechnologie für Offshore-Wind bis auf weiteres auf. Ein Grund sei die unklare Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt.

15. Januar 2013

Mehrere 100 Mio. € wollte das Unternehmen über die kommenden Jahre in den Bau einer Fabrik und von Spezialschiffen zum Transport der selbst entwickelten Beton-Schwerkraftfundamente für Offshore-Windkraftanlagen aufwenden. »Wir haben uns trotz unserer Fortschritte bei der Schwerkraftfundament-Technologie entschieden, vorerst nicht in den Bau von Fabriken und Spezialschiffen im Bereich Offshore Wind zu investieren. Es sprechen derzeit noch zu viele Gründe dagegen – von der unklaren rechtlichen Situation und unklaren Zukunft der Energiepolitik am deutschen Markt bis hin zur fehlenden Speichertechnologie für Strom aus erneuerbaren Quellen und zur fehlenden Transportmöglichkeit der Energie vom Erzeuger zum Verbraucher«, so Hans Peter Haselsteiner, Vorstandsvorsitzender der Strabag, zu den Hintergründen.

Die 51 %-Beteiligung von Strabag an 15 Projektgesellschaften zur Entwicklung von Offshore-Windparks bleibe von der Entscheidung unberührt. Im Mai 2011 hatte der Konzern ihre Absicht bekannt gegeben, Windparks zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben.